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Volume Heft 6

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 39.2005 (Rights reserved)

NOTIZEN bände. In Baden-Württemberg ist dieses Ereignis zum Anlass genommen worden, Geschichte und Gegenwart der Landesbibliographie aufzuarbeiten und in insgesamt sieben Beiträgen dem letzten Druckband als Anhang beizu- fügen. Gemeinsam mit Band 21 der Bibliographie wurde diese kleine Fest- schrift der Öffentlichkeit am 17. Februar 2005 bei einer Veranstaltung in der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe vorgestellt. Zu den an den gedruck- ten Ausgaben (noch) festhaltenden Bibliographien gehört unter den deutschen Regionalbibliographien die sorbische, unter den österreichischen Landesbib- liographien die vorarlbergische. Auch die Jahresberichte für Deutsche Ge- schichte erscheinen weiterhin in gedruckter Form; dafür wurde die CD-ROM- Ausgabe aufgegeben. Online zugänglich sind 275.000 Titel ab Erscheinungs- jahr 1985. Die Integration der Landesbibliographien in übergreifende Recherchesysteme ist im vergangenen Jahr ebenfalls fortgeschritten. An erster Stelle ist hier die Virtuelle Deutsche Landesbibliographie zu nennen (unter der URL http://www.landesbibliographie.de). Die Daten der Bibliographien aus Bran- denburg und Hamburg sind jetzt ebenfalls in der VDL enthalten. Nächster Teilnehmer könnte noch im Jahr 2005 Berlin werden. Dann würden in der VDL nur noch zwei Landesbibliographien fehlen: Saarland und Thüringen. Neue- rungen gibt es auch in technischer Hinsicht: Für Anwender des Systems ABACUS ist in Kiel eine spezielle Schnittstelle programmiert worden. Diese verhindert, dass Änderungen in den Originaldatenbanken auf die VDL-Anbin- dung Einfluss haben und erleichtert (und verbilligt) somit die VDL-Teilnahme für Hamburg, Niedersachsen, Sachsen und Schleswig-Holstein. An zweiter Stelle sind die sog. Virtuellen Landesbibliotheken anzuführen, die nach dem Muster der Bayerischen Landesbibliothek Online (BLO) in verschie- denen Ländern geplant oder bereits realisiert werden und in denen stets die Landesbibliographien eine zentrale Rolle spielen. Sie eignen sich als Kristalli- sationspunkt von Informationssystemen, die landeskundliche Ressourcen un- terschiedlichster Provenienz unter einem Portal vereinigen und kreuzweise miteinander vernetzen. Gerade der letzte Punkt ist wichtig, damit Projekte dieser Art nicht bei schlichten Linksammlungen stehen bleiben, sondern einen wirklichen Mehrwert erzeugen können. Zwei Beispiele wurden den Sitzungs- teilnehmern intensiver vorgestellt: die Virtuelle Hessische Landesbibliothek (www.landesbibliothek-hessen.de), die unter Federführung der hessischen Landesbibliothek in Wiesbaden entsteht, und LEO ­ Landeskunde entde- cken/erleben/erforschen online, ein auf Initiative der Landesarchivdirektion (seit 2005: Landesarchiv) Baden-Württemberg initiiertes Projekt. Andere Län- der, beispielsweise Niedersachsen und Sachsen, planen Ähnliches. Nicht zuletzt im Kontext der Virtuellen Landesbibliotheken zeigt sich die Be- deutung von Personendatenbanken. Es ist deshalb nicht erstaunlich, dass in 824 BIBLIOTHEKSDIENST 39. Jg. (2005), H. 6
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