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Volume Heft 6

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 39.2005 (Rights reserved)

Erschließung THEMEN thek sondern auch von einander. Allerdings ist eine solche Kooperation nur dann sinnvoll, wenn zumindest Einigkeit über einen Mindeststandard bei der Erschließung herrscht, denn nur dann entsteht der benötigte Rationalisie- rungseffekt. Ziel muss es sein, bei der Übernahme von Fremdleistungen durch Die Deutsche Bibliothek die bestehende Qualität zu sichern. Ausweitung der RSWK-Erschließung kann auch bedeuten, neue Nutzergrup- pen für die SWD zu gewinnen. Die virtuellen Fachbibliotheken überlegen, die SWD in ihre Arbeit mit einzubinden. Das BSZ bietet den Museen Hilfe bei der Dokumentation von Museumsgegenständen über das ,,Landeseinheitliche MuseumsInformationsSystem (MusIS)" (siehe: http://www.bsz-bw.de/musis /#Projekt) an. Dafür wird die SWD zugrunde gelegt. Im BAM-Projekt (siehe: http://www.bam-portal.de/) sind Bibliotheken, Archive und Museen vertreten, die zur Inhaltserschließung die SWD nutzen. Neue Nutzergruppen haben aber auch möglicherweise etwas andere Bedürfnisse, die dazu führen können, die RSWK anzupassen. 5. Zusammenfassung Die Erschließung mit dem Vokabular der SWD ist eine Erschließung mit deutschsprachigen Deskriptoren. Die vorrangig deutschsprachige Terminolo- gie, und zwar auch die fachwissenschaftliche, wird in der SWD gesammelt und zusammengeführt. Erst dadurch ist eine Kooperation mit anderssprachi- gen Schlagwortsystemen wie der LCSH möglich. Durch Crosswalks und Lin- king-Systeme zwischen leistungsfähigen Schlagwortnormdateien verschiede- ner Sprachen (z.B. LCSH, Rameau, SWD) werden die vorhandenen fremd- sprachlichen Indexate auch für die Benutzer des deutschen Sprachraums nutzbar. Mit der SWD und RSWK stehen dem deutschen Sprachraum leistungsfähige, zukunftsfähige, fortschrittliche und flexible Sacherschließungsinstrumente zur Verfügung. Sie lassen sich an die Bedürfnisse von neuen Nutzergruppen an- passen. Sie bieten darüber hinaus ein sehr großes Potenzial von noch besse- ren Erschließungs- und Retrieval-Möglichkeiten. Deshalb verwundert es nicht, dass bei der Entwicklung einer neuen nationalen Schlagwortnormdatei in Ita- lien RSWK und die SWD als Vorbild genommen wird. Die alte italienische Normdatei von 1956 orientierte sich stark an LCSH und ist präkoordiniert. Da- von wurde bewusst abgerückt (Per un nuovo Soggettario, 2002 und Fontana 2004), um auf ein fortschrittlicheres Indexierungsmodell umzusteigen. Die neue Normdatei gründet sich auf die internationale Thesaurusnorm ISO 1463. Es gibt keine Präkoordination mehr. Alle Begriffe sind gleichrangig und kön- nen beim Indexieren beliebig miteinander zu Schlagwortketten kombiniert werden. Über ein Regelwerk sollen die Ansetzung der Schlagwörter und die Kettenbildung festgelegt werden. BIBLIOTHEKSDIENST 39. Jg. (2005), H. 6 771
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