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Volume Heft 6

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue39.2005 (Rights reserved)

Erschließung THEMEN RSWK und damit die SWD bieten eine außergewöhnlich gute sachliche Auf- bereitung der Individualnamen: Sie sind über die Systematiknummer fachlich (bezogen auf Geographika jedoch nur ein Teil) und über den Ländercode geo- graphisch eingrenzbar; im Regelwerk gibt es ­ insbesondere für Körper- schaftsnamen ­ umfangreiche Regeln für Synonymie-Verweisungen, hierar- chische und assoziative Verweisungen, die wiederum sehr viele sachliche Suchmöglichkeiten beinhalten. Über den mehrgliedrigen Oberbegriff, der ein oder mehrere Sachschlagwörter enthält, lassen sich Körperschaften ohne Kenntnis ihres Individualnamens sachlich suchen; darüber hinaus hat der Be- nutzer die Möglichkeit, Literatur über bestimmte Typen von Körperschaften zu finden, unabhängig von den jeweiligen speziellen Individualnamen. Diese gute sachliche Aufbereitung von Individualnamen in der SWD ermöglicht eine att- raktive und komfortable sachliche Recherche. Ein Vergleich mit den Datensät- zen aus dem ,,Name authority file" der LoC, die auch in der Sacherschließung benutzt werden, zeigt, dass dort sachliche Zugänge über die Synonymie- Verweisung hinaus fehlen. Auch die GKD-Datensätze sind verglichen mit den SWD-Datensätzen für Geographika und Körperschaften sehr schlicht und er- lauben keine sachliche Recherche. Weil dem sachlichen Zugang zu Individu- alnamen von der deutschsprachigen Bibliotheksgemeinschaft eine sehr große Bedeutung beigemessen wurde, verzeichnet die SWD einen ­ im internationa- len Vergleich ­ sehr hohen Anteil von Individualnamen. Sicher ist es sinnvoll, über die Zuwachssteuerung in der SWD nachzudenken, zumal die Erstellung von SWD-Datensätzen für Individualnamen häufig ar- beitsintensiv ist. Mit dieser Problematik hat sich auch die AG SWD beschäf- tigt, und in der ,,Expertengruppe RSWK-SWD" ist dann auf der Basis der Empfehlung der AG folgende Entscheidung getroffen worden: Der Aufwand ist in den Fällen nicht gerechtfertigt, in denen nur sehr wenig Literatur zum Da- tensatz erwartet werden kann oder die Umschreibung mit Allgemeinbegriffen bessere Retrievalergebnisse liefert. Damit wurde die Vorrangstellung des Invi- dualnamen (RSWK 3. Aufl. § 8,2) vor dem Allgemeinbegriff aufgegeben und der § 8 RSWK überarbeitet. Das öffentliche Stellungnahmeverfahren zu diesen Änderungen endete am 1. September 2004, ohne dass es Einwände gegeben hat (siehe ,,Ergänzungslieferung 3 zur 3. Aufl. RSWK" http://www.ddb.de /produkte/publ_elektron.htm). Ein weiterer aktueller Trend ist es, möglichst Spezialdateien für die einzelnen Schlagwortkategorien zu schaffen. Diese Spezialdateien erheben den An- spruch, den Anforderungen aller Anwender zu genügen, also sowohl der For- mal- wie auch der Sacherschließung. Das wurde für die Personennamen mit BIBLIOTHEKSDIENST 39. Jg. (2005), H. 6 763
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