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Volume Heft 1

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue39.2005 (Rights reserved)

THEMEN Betriebsorganisation räte, bei denen das Buch auf einen speziellen Scan-Tisch gelegt und dann synthetisch vorgelesen wird, dienen diesem Zweck. Eine weitere Möglichkeit zur nicht-visuellen Übermittlung von Buchinhalten wird z. B. von der Universi- 21 tät von Wales Swansea betrieben. Hier werden im ,,Recording Centre for the Blind" Bücher und Kursmaterialien von Freiwilligen gesprochen und digital aufgenommen. Die so entstehenden Hörbücher' werden den interessierten ' Nutzern der Universität sowie anderen Sehbehinderten in ganz Großbritannien zur freien Nutzung zur Verfügung gestellt. Die eigenständige Recherche von Sehbehinderten, aber auch Querschnittsgelähmten könnte des Weiteren durch Terminals ermöglicht werden, die Voice-enabled-Browsing unterstützen und somit durch spezielle Soft- und Hardwareausstattung auf eine verbale Kommunikation (Steuerung und Ausgabe) ausgerichtet sind. Bei einer eher geringen Anzahl an behinderten Bibliotheksnutzern, ist auch zu überlegen, ob nicht eine persönliche Rundum-Assistenz für die Recherche und die Bewe- gung innerhalb der Bibliothek angeboten werden kann. Die notwendige Un- terstützung könnte dabei beispielsweise von einem speziell hierfür beantrag- ten Zivildienstleistenden übernommen werden. Auch spezielle Services zur Erhöhung der Kundenzufriedenheit und zur Ver- besserung der Kundenbindung könnten ins Angebotsspektrum einer moder- nen Universitätsbibliothek integriert werden. So kann durch die Bildung von Qualitätszirkeln, bei denen sich Vertreter verschiedener Nutzergruppen (Stu- dierende, Professoren) regelmäßig mit Mitarbeitern der Bibliothek treffen, eine stetige Anpassung der Bibliotheksangebote an die Benutzerwünsche gewähr- leistet werden und die Kundenzufriedenheit erhöht werden. Ein weitere Mög- lichkeit, die Integration von Services von verschiedenen Einrichtungen der Universität (z. B. im EDV-Bereich), hat zum Ziel, dass eine aus Nutzersicht ganzheitliche und als ein Vorgang zu behandelnde Anfrage an nur einer Stelle angenommen und bearbeitet wird. Der Kunde wird also nicht von einer An- laufstelle zur nächsten verwiesen, sondern die Kommunikation findet mit nur einem einzigen Dienstleister statt. Eine Vorreiterfunktion in dieser Hinsicht hat u. a. die Bibliothek der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus, die sich zusammen mit dem Universitätsrechenzentrum, dem Multimedia- Zentrum und der Verwaltungsdatenverarbeitung zu einem Informations-, Kommunikations- und Medienzentrum (IKMZ) zusammengeschlossen hat und somit nach außen hin als ein Dienstleister agiert.22 In diesem Kontext wäre sungsskripte beim Braille-Printservice des Servicezentrums für behinderte Studie- rende in Blindenschrift übersetzen lassen können (http://www.ub.ruhr-uni- bochum.de/DigiBib/Download/6Literaturbeschaffungsstelle.pdf). 21 Vgl. http://www.swan.ac.uk/lis/library_services/rfb.asp 22 Vgl. http://www.ikmz.tu-cottbus.de/ 70 BIBLIOTHEKSDIENST 39. Jg. (2005), H. 1
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