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Volume Heft 1

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 39.2005 (Rights reserved)

Betriebsorganisation THEMEN zu einer Kommunikation zwischen den Nutzern und damit zu einer Transpa- renz der gesamten Feedbackkommunikation. 3.2 Zusatzangebote/Extras 3.2.1 Rahmenbedingungen Alle Ideen, die eine Optimierung der Rahmenbedingungen zur Nutzung ei- ner Bibliothek (z. B. eine verbesserte Erreichbarkeit oder einen bequemeren Zugang) darstellen, können diesem Bereich zugeordnet werden. Die wichtigs- te Rahmenbedingung für die Nutzung der Bibliotheksserviceangebote ist die zeitliche Spanne der Verfügbarkeit. Viele der neuen Online-Dienste stehen den Nutzern bereits 24 Stunden am Tag zur Verfügung. Immer häufiger stellt sich jedoch die Frage, ob der 24/7-Zugriff nicht auch auf die gedruckten Bestände der Bibliothek vor Ort ausgeweitet werden sollte. Die dafür notwendigen Res- sourcen sollten dabei natürlich in einem entsprechenden Verhältnis zum ent- stehenden Nutzen stehen. Aber auch wenn die allgemeinen Öffnungszeiten unverändert bleiben, kann bspw. eine Ausweitung von speziellen Beratungs- oder Schulungszeiten vorgenommen werden. So haben einige Bibliotheken sehr lange Öffnungszeiten, bestimmte Services werden jedoch nur innerhalb einer kurzen Zeitspanne angeboten. Ein weiteres sehr wichtiges Instrument für den Zugang zur Bibliothek ist der Be- nutzerausweis. Dieser könnte über die Basisversion hinaus, die i. d. R. ja ledig- lich der Identifikation der Nutzer zum Zwecke der Ausleihe dient, noch ganz an- dere Funktionen erfüllen. Beispielsweise könnten auch Zahlungsfunktionen in den Benutzerausweis integriert werden, die die Begleichung von Fernleih- und Überziehungsgebühren an entsprechenden Automaten ermöglichen15. Die Nut- zung von Kopierern, Scannern und Druckern in der Bibliothek könnte ebenfalls über den Ausweis abgerechnet werden. Einen Schritt weiter geht die Integration des Bibliotheksausweises mit anderen Funktionalitäten im Rahmen einer User- Card auf Universitätsebene. Diese universelle User-Card könnte z. B. als Mensa- Karte, Kopier-Karte und auch als digitale Zugangsberechtigung zur Bibliothek und zum Universitäts-/Institutsgebäude dienen. Unter dem Aspekt der Gewin- nung neuer Kunden wäre darüber hinaus auch denkbar, neben der Ausstellung von rein personenbezogenen Ausweisen z. B. auch Firmenausweise herauszu- geben. Auf diese Weise könnten wissenschaftliche Bibliotheken sehr viel geziel- ter auf die Bedürfnisse von Firmenkunden eingehen und diesen die Nutzung der Bibliothek erleichtern. 15 Ein Pilotprojekt in dieser Richtung wurde bereits 1997 an der Ruhr-Universität Bo- chum gestartet. Weitere Projekte folgten in Trier und Würzburg (Pilotprojekt MUCK ­ Multifunktionale universitäre Chipkarte). BIBLIOTHEKSDIENST 39. Jg. (2005), H. 1 67
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