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Volume Heft 1

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue39.2005 (Rights reserved)

Betriebsorganisation THEMEN obwohl er es im Verlauf seines Studiums mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr- mals benötigen wird. Bei allen dargestellten Lern- und Arbeitsplätzen ergibt sich darüber hinaus die Frage der Bestuhlung. Hier wäre denkbar neben der oftmals noch vorherr- schenden eher puristischen Holzbestuhlung auch Polsterstühle zu verwenden, da der subjektiv empfundene Nutzen im Sitzkomfort i. d. R. sehr unterschied- lich ausfällt. Alternative Angebote wie Sitzbälle oder Stehpulte für kurzfristiges Arbeiten in stehender Haltung sind weitere sinnvolle Möglichkeiten, den unter- schiedlichen Lern- und Arbeitsgewohnheiten Rechnung zu tragen und auch rückenschonende und gesundheitsfördernde Arbeitsweisen zu ermöglichen. Weitere Ideen für Services, die insbesondere auch der Bequemlichkeit bei der Nutzung der Räumlichkeiten dienen, sind z. B. die wettergerechte flexible Regulierung der Raumtemperatur und des Lichteinfalls unter Berücksichtigung von Nutzerwünschen oder das Ersetzen der vorhandenen Eingangstüren durch Schiebe- oder Drehtüren mit Sensoren, die den Zugang zu den Räumlichkeiten der Bibliothek ohne Türkontakt ermöglichen. Dieser Service wäre nicht nur für Bibliotheksbesucher eine Erleichterung, die Bücher oder Arbeitsmaterialien in den Händen halten, sondern würde zudem auch der Barrierefreiheit dienen. Ebenso könnten Kinderspielecken die Arbeit der Eltern in der Bibliothek erleichtern. Auch könnten bereits in den Eingangsbereichen spezielle Regale mit den gängigsten Standardwerken des jeweiligen Fachbe- reichs für die Nutzer aufgestellt werden, so dass diese viel genutzten Werke schnell verfügbar sind. Selbst die Ausstattung der Bibliothek mit speziellen Ablageflächen an den Regalseiten, die es ermöglichen, dort kurzfristig Bücher abzulegen, um in ihnen zu blättern, kann für die Nutzer einen wertvollen Servi- ce bedeuten, der die Bibliotheksnutzung erleichtert. Eine weitere Ebene der Raumgestaltung, auf der man ansetzen kann, um den Aufenthalt in der Bibliothek für die Nutzer möglichst angenehm zu gestalten, ist weniger funktional ausgerichtet, sondern dient vielmehr dem atmosphäri- schen Ambiente der Bibliothek. Auch diese Ebene kann für die Bibliotheks- kunden einen subjektiven Nutzen haben und sich positiv und motivierend auf das Arbeiten und Lernen vor Ort auswirken. So können die oftmals sehr spar- tanisch angelegten Räumlichkeiten durch optische Veränderungen, wie z. B. eine ansprechende farbliche Gestaltung der Wände sowie durch Pflanzen, Bil- der und Skulpturen aufgelockert werden. Einladende Leseecken mit gemütli- chen Sesseln und Leselampen, Cafeteria-Ecken oder abgetrennte Entspan- nungsräume mit leiser Musik, Sofas, Getränkeautomaten und Brettspielange- boten bilden Inseln für entspannende Arbeitspausen in der Bibliothek. Selbst die Einrichtung eines überdachten Frischluftbereichs im Sinne eines Atriums, das von den Bibliotheksräumlichkeiten aus erreichbar ist, wäre denkbar. Bei BIBLIOTHEKSDIENST 39. Jg. (2005), H. 1 63
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