Path:
Volume Heft 5

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue39.2005 (Rights reserved)

Digitale Bibliothek THEMEN nicht duplizieren oder überflüssig machen. Vielmehr geht es darum, ein Nachweissystem zu schaffen, das sich ausschließlich der Vermittlung authen- tischer und qualitativ hochwertiger Ressourcen widmet. Um beim Aufbau der Virtuellen Fachbibliothek den spezifischen Bedürfnissen der Rechtswissen- schaftlerinnen und Rechtswissenschaftler gerecht zu werden, wurde in den ersten Monaten der Projektlaufzeit eine Analyse des gegenwärtigen Angebots forschungsrelevanter rechtswissenschaftlicher Ressourcen im Internet durch- geführt. Die wichtigsten Erkenntnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen: Insgesamt ist die Zahl von Servern und Websites mit juristischer Fachinforma- tion fast unüberschaubar groß. Die meisten dieser Websites wenden sich je- doch an die breite Öffentlichkeit und dienen primär der Vermarktung juristi- scher Publikationen und Ratgeber oder der Selbstdarstellung von Kanzleien und anderer Dienstleister im Bereich des Rechts. In dieser Fülle von Websites sind die qualitativ hochwertigen, für die Forschung relevanten Sites oft nur schwer auszumachen. Um relevante Informationen zu bekommen, muss in der Regel bereits bekannt sein, wo entsprechende Angebote zu finden sind, oder es muss darauf vertraut werden, dass auf den Homepages wissenschaftlicher Einrichtungen (wie der juristischen Max-Planck-Institute oder einzelner Universitäten und Universitätsbibliotheken) entsprechende Hinweise gegeben werden. Aber auch hier ist die Qualität der angebotenen Ressourcen oft heterogen: Zwar fühlen sich fast alle von Hochschulen und Instituten aufgebauten juristi- schen Portale und Linksammlungen grundsätzlich bestimmten Qualitätskrite- rien verpflichtet, jedoch werden diese meist nicht offen gelegt, wie es für ,,quality controlled subject gateways" nach der Definition des schwedischen Informationswissenschaftlers Traugott Koch eigentlich gefordert wird4. Außer- dem werden vielfach Sites vermittelt, die nicht unbedingt wissenschaftlichen Kriterien entsprechen, z. B. interaktive Multiple-Choice-Lernprogramme für Klausuren, Sammlungen von Musterhausarbeiten, private Literaturzusammen- stellungen, Homepages juristischer Fachschaften usw. Dazu kommt, dass die vorhandenen Linksammlungen und Portale in aller Regel nicht vollständig sind. Die Analyse der bestehenden Angebote von juristischen Linksammlun- gen hat ergeben, dass die bisher vorhandenen Sammlungen ­ selbst im Be- reich der rechtswissenschaftlichen Institutionen ­ erstaunliche Lücken aufwei- sen. Festzuhalten bleibt, dass bisher ein zentraler Einstiegspunkt für juristi- sche Fachinformation im Internet fehlt. Diese Lücke möchte die ViFa Recht schließen. 4 Koch, Traugott: Quality-controlled subject gateways : definitions, typologies, em- pirical overview. In: Online Information Review 24 (2000) 1, S. 24­34 Manuskript unter: http://www.lub.lu.se/~traugott/OIR-SBIG.txt BIBLIOTHEKSDIENST 39. Jg. (2005), H. 5 601
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.