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Volume Heft 5

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 39.2005 (Rights reserved)

AUS DER BID Amtes, auch im Jahre 2004 seine erfolgreiche Arbeit zur Intensivierung inter- nationaler Kontakte für Bibliothekare und Informationsfachleute fortsetzen. Ehrenamtlich tätig waren dafür die Mitglieder, die gewählte oder abgeordnete Vertreterinnen und Vertreter aller Mitgliedsverbände von Bibliothek & Informa- tion Deutschland (BID) sind. Die Unterstützung des Wissenstransfers auf internationaler Ebene und damit verbunden die Vernetzung informationsvermittelnder Kompetenzen bildeten wiederum Schwerpunkte der inhaltlichen Arbeit. Die in 2004 erstmals gebotene Möglichkeit, Fachaufenthalte für deutsche Kol- leginnen und Kollegen ins Ausland und im Gegenzug für ausländische Biblio- thekarinnen und Bibliothekare und Informationsspezialisten nach Deutschland je nach Themenschwerpunkt zwischen ein bis vier Wochen stattfinden zu las- sen, hat zu einem erheblichen Anstieg der Bewerbungen geführt. Dies zeigt klar, dass heutzutage die Abwesenheit vom eigenen Schreibtisch für viele Kol- leginnen und Kollegen schwieriger zu realisieren ist, als noch in der Vergan- genheit. Dennoch wird auch deutlich, dass der Wunsch nach Informationen vor Ort und dem persönlichen Austausch unter Kollegen weiterhin groß ist. Der virtuelle Austausch ist eben doch nicht alles und ersetzt Vier-Augen- Fachgespräche nicht grundsätzlich. Zu ein- bis vierwöchigen Fachaufenthalten konnten Kolleginnen und Kollegen aus Algerien, Bosnien-Herzegowina, Brasilien, China, Estland, Israel, Italien, Kenia, Kroatien, Lettland, Mexiko, der Niederlande, Norwegen, Polen, Rumä- nien, Spanien, der Türkei und Ungarn begrüßt werden. Zum Teil wurden sehr konkrete Projekte zur Vertiefung von schon bestehenden Partnerschaften be- handelt, aber auch allgemeine Informationen zum Bibliotheksmanagement, Katalogisierung oder Publikationentausch nachgefragt. Die besuchten Biblio- theken waren über ganz Deutschland verstreut, wobei sowohl öffentliche als auch wissenschaftliche und Spezialbibliotheken sowie bibliothekarische Aus- bildungsstätten besucht wurden. Die Bereitschaft deutscher Kolleginnen und Kollegen und ihrer Einrichtungen, ausländische Gäste zu betreuen, ist hoch und so ist auch den Betreuern vor Ort an dieser Stelle zu danken. Deutsche Kolleginnen und Kollegen besuchten Einrichtungen in China, Däne- mark, Finnland, Großbritannien, Italien, der Schweiz und den USA. Die entste- henden und zum Teil schon bestehenden Bibliothekspartnerschaften werden den Bedarf nach Fachaufenthalten im Ausland weiter anwachsen lassen, wenn auch häufig noch die mangelnde Unterstützung der Partnerseite für den Aufenthalt deutscher Kolleginnen und Kollegen beklagt werden muss. Die Finanzierung erfordert auch weiterhin einen hohen Eigenanteil der An- tragsteller, der jedoch selten gescheut wird, da sowohl der persönliche Nut- zen dieser internationalen Erkenntnisse als auch der Innovationsschub für den eigenen Arbeitsbereich erkannt wird. BIBLIOTHEKSDIENST 39. Jg. (2005), H. 5 587
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