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Volume Heft 1

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 39.2005 (Rights reserved)

Betriebsorganisation THEMEN der Bibliotheksangebote dar. Als solche können sie jedem, der im Kontext der Universitätsbibliotheken handelt, sowohl auf strategischer als auch auf opera- tiver Ebene interessante Impulse liefern. Welche dieser neuen Ideen aus Sicht der Kunden einen hohen Nutzen stiften und damit für eine Implementierung interessant sind, wird jedoch erst gegen Ende des Projektes feststehen und zum gegebenen Zeitpunkt veröffentlicht werden. 2. Vorgehensweise Im Zuge der Ermittlung neuer Dienstleistungen ist die Wahrnehmung von In- novationsmöglichkeiten ein erster wichtiger Schritt (vgl. Decker, Hermelbracht (2004), S. 612), der als Basis für die konkrete Findung und Entwicklung neuer Ideen fungiert. Dabei sind unter ,,neuen Ideen" sowohl noch nicht existierende Services zu verstehen als auch Dienstleistungen, die an der einen oder ande- ren Stelle möglicherweise bereits implementiert wurden, derzeit jedoch noch nicht als gängiger Standard in Bibliotheken anzusehen sind. Die Durchführung von Sekundäranalysen und die Auswertung entsprechender Signale aus ver- schiedenen Bereichen der Politik, Wirtschaft und Technik führen häufig zum Erkennen von Innovationspotenzialen oder auch direkt zur konkreten Ideen- generierung. Für die Ermittlung der neuen Ideen für Bibliotheksservices im Rahmen des ProSeBiCA-Projektes kamen neben globalen Sekundäranalysen in Bibliotheken und Unternehmen eine Reihe weiterer Maßnahmen zur An- wendung (Zeitraum: Mai ­ August 2004). So wurden an der Universität Biele- feld Ideen durch intensive Expertengespräche und E-Mail-Umfragen unter den Mitarbeitern der Bibliothek, durch Studierende des Lehrstuhls für BWL und Marketing, sowie durch statistische Auswertungen von Bibliotheksnutzungs- daten entwickelt. Weiterhin wurden Brainstorming-Workshops mit wissen- schaftlichen Mitarbeitern und ausgewählten Bibliotheksmitarbeitern in Biele- feld, Cottbus und Albany (New York) durchgeführt. All diese Maßnahmen führ- ten zur Generierung von insgesamt 260 neuen Ideen für Bibliotheksservices. Diese sind durch ihre Entstehungsgeschichte teilweise von den Gegebenhei- ten an der UB Bielefeld beeinflusst bzw. darauf ausgerichtet. Viele der so er- mittelten Ideen entstammen dabei gleichzeitig mehreren der genannten Quel- len, was als Bestätigung für die Wichtigkeit und Relevanz dieser Ergebnisse angesehen werden kann. Außerdem hat die Anzahl komplett neuer Ideenfun- de mit der Zeit abgenommen, so hat z. B. die Rate an wiederholten Nennun- gen von Ideen in den Workshops sukzessive zugenommen. Dies kann als Hinweis auf die Vollständigkeit der Erhebung bzw. einen erreichten Sätti- gungsgrad angesehen werden. Die neuen Serviceideen wurden in einer Da- tenbank zusammengefasst und anhand einer eigens zu diesem Zwecke ent- wickelten Kategorisierung strukturiert. Im folgenden Abschnitt werden die ein- BIBLIOTHEKSDIENST 39. Jg. (2005), H. 1 51
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