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Volume Heft 1

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue39.2005 (Rights reserved)

THEMEN Benutzung Je weiter unten positive oder negative Werte in einer bestimmten Liste ange- siedelt sind, desto weniger einflussreich ist dort der zugehörige Parameter. Bei Aufwandswerten über 100% (positiv oder negativ) kann davon ausgegan- gen werden, dass die zugehörigen Einflussgrößen in der Praxis am wenigsten für gezielte Verbesserungsmaßnahmen in Frage kommen. Sind die Positiv-Listen länger als die Negativ-Listen, dann sind die Gelegen- heiten zur Verstärkung bereits positiver Einflüsse zahlreicher als die zur Unter- lassung von bisher abträglichen Maßnahmen. Dies gilt durchweg für die alten Bundesländer. In den neuen Bundesländern scheinen die Optimierungsmöglichkeiten durch Unterlassung derzeit noch zu überwiegen. Angesichts der dortigen, aufbau- mittelbedingten Sonderverhältnisse ist es allerdings fraglich, ob die jetzt ermit- telten Abhängigkeiten von Dauer sind oder ob sie sich allmählich den 1- Schicht-Verhältnissen der alten Bundesländer angleichen werden. Die meisten Aufwandsprozente mit mehr als (positiv oder negativ) 100% fallen in den neu- en Bundesländern an, und auch die übrigen Aufwandswerte liegen gegenüber denen der alten in der Regel deutlich höher. Das bedeutet aber nichts ande- res, als dass fürs erste der Bedarf für Veränderungen hier seltener und der potentielle Aufwand dafür größer ist als in den alten Bundesländern. Bei die- sen sind mehr Möglichkeiten ausgewiesen, die Attraktivität mit vergleichswei- se geringerem Aufwand zu steigern, aber die Begrenzung durch die Etathöhe ist deutlich enger (vgl. Medianspalten in Punkt 13). Die in Punkt 19 angesprochene größere Beeinflussbarkeit der Externen kommt auch in den Tabellen zum Ausdruck: bei allen Bibliothekstypen sind die ausgewiesenen Aufwandsprozente für Externe durchweg am kleinsten. In den neuen Bundesländern ist einzig für die Externen die Positiv-Liste größer als die Negativ-Liste. Im konkreten Einzelfall einer bestimmten Bibliothek kann die Frage nach der lokalen Optimallösung nur individuell beantwortet werden, da die Lokalbedin- gungen immer unterschiedlich ausfallen werden. Je nach Abweichung der Lo- kalwerte vom Gruppenmedian kann sich bereits die Lokalreihenfolge für den relativen Aufwand ganz anders darstellen. Oder bestimmte Parameter unter- liegen lokalen, kaum änderbaren Restriktionen, z.B. einer bauseitig vorgege- benen Flächenaufteilung. Zum Schluss sei noch auf eine wichtige Tatsache hingewiesen: die hier ge- nannten Attraktivitätseinflüsse der diversen Parameter müssen untereinander nicht immer völlig unabhängig bestehen, sie können auch auf die eine oder andere Art gekoppelt sein. Ändere ich beispielsweise 5 Parameter genau nach Vorgabe der grauen 5%-Spalten, kann ich deshalb nicht mit automatisch 5 x 5% = 25% Attraktivitäts-Steigerung rechnen. Ausgaben und Zugänge hängen 48 BIBLIOTHEKSDIENST 39. Jg. (2005), H. 1
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