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Volume Heft 4

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue39.2005 (Rights reserved)

AUS DER BID Im Bibliothekswesen selbst spielt das in früheren Zeiten durchaus vorhandene Spartendenken (wissenschaftliche, Öffentliche, Spezialbibliotheken) kaum mehr eine Rolle. In den Bundesländern können die unterschiedlichen Zustän- digkeiten für Bibliotheken bei den Wissenschafts- bzw. Schulministerien zu Reibungsverlusten bei der Zusammenarbeit führen. Dies gilt ebenfalls für ent- sprechende Kommunalbehörden. Die Bibliotheken könnten eine wirksamere Rolle für die kulturelle Bildung übernehmen, wenn sie in Teilbereichen stärker spartenübergreifend kooperie- ren würden. Dies gilt beispielsweise für die Zusammenarbeit mit den Schulen, aber auch mit Archiven und Museen. Die mit den unterschiedlichen Träger- schaften verbundenen Beschränkungen hindern jedoch die Bibliotheken dar- an, einen wirksameren Beitrag für die kulturelle Bildung im Verbund mit ande- ren Kultureinrichtungen zu übernehmen. Die Hochschulbibliotheken engagie- ren sich bereits jetzt nicht unerheblich auf dem Gebiet der Schülereinführun- gen in Bibliotheksdienste und Informations-/ Medienkompetenz. 4. Welche Aktivitäten sind zu erhalten, welche auszubauen oder neu aufzunehmen, um die Förderung der Lesekompetenz bei Schülern (und auch bei Erwachsenen) weiter zu entwickeln. a. Zu erhalten: Im Grunde alle derzeit laufenden Projekte und Aktivitäten. Wären sie nämlich nicht erhaltenswert, so hätten sie die extrem qualitäts- und ressourcenbewusst arbeitenden Bibliotheken schon längst eingestellt. b. Auszubauen sind vor allem die Kooperationsaktivitäten zwischen Schulen, Vorschulen und anderen Einrichtungen der kulturellen Bildung. Bewährt ist und als ausbaufähig erwiesen hat sich auch die Zusammenarbeit von Bib- liotheken mit Hochschulen und Fachhochschulen und der Stiftung Lesen. 5. Inwiefern sind Bibliotheken als Dienstleister im Prozess der immer größeren Informationsflut gefragt? Sie sind wichtigste Dienstleister für Forschung und Lehre, für den örtlichen Handel, für Industrie und Wirtschaft und den Einzelnen. Modernste Daten- technik bestimmt heute an Hochschulen auch die Hintergrundarbeit der Bib- liothek. Bibliothekarische Fachkompetenz ist in der Lage, gesicherte Informa- tion aus dem allgemeinen Datenmüll herauszufiltern. Dabei fällt den Bibliothe- ken zusätzlich zu ihren originären Aufgaben in der Wissensgesellschaft auch die gesellschaftliche Aufgabe zu, mit ihren Angeboten und Dienstleistungen wachsende soziale Unterschiede auszugleichen, indem sie den freien, kos- tengünstigen Zugang zu Printmedien, elektronischen Medien und digitalen Ressourcen ermöglichen. BIBLIOTHEKSDIENST 39. Jg. (2005), H. 4 447
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