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Volume Heft 1

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 39.2005 (Rights reserved)

Benutzung THEMEN 19. Unterschiedliche Beeinflussbarkeit der Benutzergruppen Bei der Mehrzahl der untersuchten Faktoren ist der Einfluss ­ positiv oder ne- gativ ­ auf Externbenutzer größer als auf Hochschulangehörige. Das muss ei- gentlich auch so sein: Hochschulangehörige haben ihre UB täglich vor der Nase und leben von ihr. Die lokale UB ist in jedem Fall erste Anlaufstelle, auch dann, wenn sie als un- zureichend empfunden wird. Dadurch scheint die Benutzerattraktivität für Hochschulangehörige weniger ausstattungsempfindlich zu sein als für Extern- benutzer. Diese decken zwar ihren Grundbedarf in der nächstgelegenen, öf- fentlichen Bibliothek, sind aber durch jeden darüber hinausgehenden UB- Bestandsanreiz von den bislang nicht UB-aktiven Benutzern am leichtesten zu mobilisieren. (Auch für die täglichen Frühstücksbrötchen reicht der Bäcker an der Ecke, die weiter entfernte Konkurrenz wird erst bei Spezialwünschen oder Zusatzangeboten interessant.) 20. Gewichtung von Abhängigkeiten Die Prozentzahlen der linken Tabellenspalten für die Attraktivitäts-Änderungen sind bei verschiedenen Parametern von ganz unterschiedlicher Größenord- nung: von dreistellig vor dem Komma bis zweistellig nach dem Komma. Für eine bestimmte Einflussgröße haben die neun Werte nur in der Binnenrelation zueinander Aussagekraft, nicht jedoch im Vergleich zu denen eines anderen Parameters. Ihr Absolutbetrag hängt ab von der Wahl der jeweiligen Basisein- heit: so ist eine Attraktivitätssteigerung um 1% pro Zss-Abo je hundert Studie- rende gleichbedeutend mit 10% je zehn Studierende oder 0,1% je tausend Studierende. Wie kommt man dennoch zu einer Aussage über die Einfluss- stärken verschiedener Parameter? Eine erste Möglichkeit ist in den Tabellen bereits realisiert. Aus den unan- schaulichen Prozentzahlen wird berechnet, welche konkreten Mengen zusätz- licher bzw. eingesparter Basiseinheiten mit einer bestimmten, prozentualen Attraktivitäts-Änderung korrelieren. In den mittleren, grauen Tabellenspalten wird dabei einheitlich von 5% ausgegangen. Mit der Angabe (s.o. Pkt.13) ,,5% mehr an Benutzerattraktivität hängen mit 3,5 /STUD mehr an Monographienausgaben zusammen" kann eine 2-Schicht- UB für 30.000 Studierende bereits anfangen zu rechnen: 30.000 STUD x 3,5 /STUD = 105.000 müsste sie dafür investieren. Für den gleichen Effekt er- rechnet sie (s.o. Pkt.7) 30.000 STUD x 3,4 Leseplätze/1000STUD = 102 zu- sätzliche Leseplätze. Ein Leseplatz mit Tisch und Stuhl kostet weniger als 1000, also sind Leseplätze billiger. Vielleicht wären aber auch nur 50 Lese- platzeinheiten und für das Restgeld zusätzliche Bücher eine Option? BIBLIOTHEKSDIENST 39. Jg. (2005), H. 1 45
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