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Volume Heft 3

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 39.2005 (Rights reserved)

NEUERSCHEINUNGEN Die Weiterentwicklung von Informations- und Dienstleistungsangeboten in Bibliotheken war immer in Projekte eingebettet. In der vorliegenden Arbeit werden Einsatz und Anwendung der Datenverarbeitung über Projektbeschrei- bungen dokumentiert, die von den Automatisierungs- und Rationalisierungs- bestrebungen der 1960er Jahre bis hin zu den modernen Internet-Projekten der Verteilten Digitalen Forschungsbibliothek reichen. Neben dem breiten Spektrum von bibliothekarischen Arbeitsprozessen werden die angestrebten Ziele einer Modernisierung und die damit verbundenen Innovationsprozesse in Bibliotheken beschrieben. Historische Entwicklungslinien zum Einsatz der Da- tenverarbeitung in Bibliotheken werden auf Anwendungsbeispiele aus Doku- mentationsstellen und Industrieunternehmen gespiegelt. Aufgrund eigener Er- fahrungen, die der Autor als Projektbearbeiter sowie als Bibliotheksleiter im Projektmanagement gewonnen hat, wird eine praxisbezogene Sichtweise her- ausgestellt: unbestreitbare Erfolge, offenkundige Misserfolge und die damit verbundenen Bewertungsdimensionen werden aufgeführt. Die Arbeit liefert damit keine bloße historische Rückschau, sondern eröffnet einen Blick auf zu- künftige Bibliotheksentwicklungen durch den Einsatz der Datenverarbeitung. Wimmer, Ulla: Kultur messen : Zählen, Vergleichen und Bewerten im kulturellen Feld. ­ Berlin : Logos, 2004. ­ VIII, 242 S. : graph. Darst. (Berliner Arbeiten zur Bibliothekswissenschaft ; Bd. 14) Zugl.: Berlin, Humboldt-Univ., überarb. Magisterarbeit, 2003 ISBN 3-8325-0682-9 : EUR 40,00 (DE), EUR 41,10 (AT), sfr 71,20 Zählen und Messen sind tief in unserer Kultur verankert. Mit Hilfe von quanti- tativen Instrumenten machen wir uns ein Bild von der Welt, stellen Ver- gleichsmöglichkeiten her und schaffen Wissen, das unabhängig von spezifi- schen Situationen und Personen zur Verfügung steht. Damit das gelingt, muss jedoch Vielfältiges auf einen Nenner reduziert, müssen Grenzen gezogen und homogene Klassifikationen geschaffen werden. Kunst und Wissenschaft sind dem gegenüber Bereiche, die sich durch Einzigartigkeit, Unvergleichlichkeit und Originalität überhaupt erst konstituieren. Diese Eigenschaften lassen sie ganz grundsätzlich als unmessbar erscheinen. Diese Arbeit beschäftigt sich damit, was passiert, wenn die Techniken des Zählens und Messens auf Objekte aus Kunst und Wissenschaft prallen. Sie ist kein Handbuch für Controlling oder Evaluation in Kultureinrichtungen, sondern untersucht mit historischem und soziologischem Instrumentarium, wie sich der Gegensatz zwischen ,,Kultur" und ,,Messen" herausgebildet hat. Unter 410 BIBLIOTHEKSDIENST 39. Jg. (2005), H. 3
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