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Volume Heft 3

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 39.2005 (Rights reserved)

Erwerbung THEMEN getrennt. Modelle auf der Basis von Pay-per-View gibt es bei Verlagen noch nicht. Pay-per-View wird nur als Zusatzgeschäft, nicht als Geschäftsgrundlage an- gesehen. Zeitschriftenagenturen: Verhalten bei Veränderung der Bezugsbedingungen durch Verlage Es wurde der Expertengruppe ein Fall gemeldet, in welchem eine Bibliothek aufgrund einer Ankündigung eines Verlages einige Zeitschriftenabonnements bei der Agentur gekündigt hat. Da der Verlag zu einem späten Zeitpunkt in- formiert hat, war der Verlag mit einer verspäteten Kündigung einverstanden. Die Agentur hatte der Bibliothek daraufhin die Servicegebühr stark erhöht. Einige Agenturen geben nur auf Anfrage die Daten bekannt, zu welchen Be- dingungen die verschiedenen Währungen eingekauft worden sind. Die Exper- tengruppe empfiehlt, die Verfahrensweise bei der Rechnungsstellung zu ver- einbaren und dies in einer Dienstleistungsvereinbarung mit der Zeitschriften- agentur festzuhalten. Dublettenlisten Der Aufwand zur Erstellung von Dublettenlisten wird als relativ hoch einge- schätzt im Vergleich zum Abnahme-Erfolg, sodass die Wirtschaftlichkeit für die jeweilige Bibliothek überprüft werden sollte. In vielen Bundesländern se- hen die Aussonderungsrichtlinien eine Anbietungspflicht vor. Es stellt sich die Frage, ob die Anbietungspflicht für Bibliotheken dem Grundsatz der Wirt- schaftlichkeit einspricht. Spendenbescheinigungen Die Expertengruppe empfiehlt bei der Ermittlung des Wertes von Buchspen- den bei Novitäten zwischen 90 bis 95% des Verkaufspreises anzusetzen, un- ter Berücksichtigung von 5% Bibliotheksrabatt. Bei antiquarischen Beständen sollte max. 1/3 des durchschnittlichen Einkaufspreises des Faches bei Anti- quariaten berücksichtigt werden, da die Antiquariate beim Ankauf gebrauchter Bücher meist nicht mehr bezahlen. Bei der Übernahme größerer, älterer Be- stände sollte keine Stückprüfung erfolgen, sondern mittels Stichproben kön- nen Durchschnittspreise ermittelt werden. BIBLIOTHEKSDIENST 39. Jg. (2005), H. 3 371
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