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Volume Heft 2

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 39.2005 (Rights reserved)

NOTIZEN Der Kanzler der RUB, Herr Gerhard Möller, hat meinen Wunsch, an dem Lea- dership Institute teilzunehmen, von Anfang an unterstützt. Im Folgenden möchte ich berichten, was diese Fortbildung zu einer ganz be- sonderen Erfahrung gemacht hat. Nach der Online-Anmeldung für das 6. ACRL/Harvard Leadership Institute bekamen wir umgehend Informationsmaterial und folgende Aufgaben zur Vor- bereitung zugeschickt: · die Aufgabe, ein persönliches Profil mit folgenden Angaben zu erstellen: Name ­ Studium und Ausbildung ­ Berufserfahrung, Karriereschritte, aktu- elle Position ­ berufliche Interessensschwerpunkte ­ private Interessen · Die Profile aller Teilnehmer wurden uns später zur Verfügung gestellt; sie belegen in eindrucksvoller Weise, dass 99 Bibliothekare ­ alle hochqualifi- ziert mit Studienabschlüssen in mindestens einer Wissenschaft und im Bibliotheks- und Informationsfeld, viele promoviert ­ ein riesiges Spektrum an Wissenschaften und Schwerpunkten in der Bibliotheksarbeit abdecken. Ich war die einzige Europäerin, aber längst nicht die einzige alumna der Indiana University. · die Lektüre des Buches: Lee G. Bolman, Terrence E. Deal: Reframing Organizations, Artistry, Choice and Leadership. 3rd ed., San Francisco, 2003 In diesem Buch wird ein Modell zur Analyse komplexer Situationen zur Verfügung gestellt sowie Werkzeug, um komplexe Situationen zu zerlegen und Handlungsoptionen wahrzunehmen und zu gewinnen. · die Kurzdarstellung einer schwierigen Situation aus unserem Berufsleben, die eine Herausforderung an unsere Führungskompetenz illustriert und ei- ne Aussage darüber macht, wie die Einrichtung, an der wir arbeiten, sich zu unserer Führung verhält. Darüber hinaus sollten wir motiviert sein, über die Situation in der Gruppe zu sprechen. Diese Minifälle haben ermöglicht, das Reframing-Modell und die Werkzeuge erstmals anzuwenden, unsere Aussage über unsere Füh- rungspersönlichkeit zu verifizieren und Fragen, Gedanken, Ideen aus einer Vielzahl unterschiedlicher Perspektiven zu erhalten. Die Diskussion unserer Minifälle ­ die der amerikanischen Kollegen und meiner ­ machten deutlich: in der neuen sowie in der alten Welt handelt es sich überwiegend um Schwierigkeiten, die aus verkrusteten Strukturen und eingefahrenen Verhaltensweisen resultieren. Mehrere Minifälle der amerikanischen Kollegen betrafen Personalprobleme, die aus dem Zu- sammenleben unterschiedlicher ethnischer Gruppen und Kulturen im Bib- liotheksmitarbeiterteam resultieren, etliche den Professorenstatus ameri- kanischer Bibliothekare. Die Konflikte, die hieraus resultieren, sind durch- 256 BIBLIOTHEKSDIENST 39. Jg. (2005), H. 2
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