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Volume Heft 2

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 39.2005 (Rights reserved)

THEMEN Digitale Bibliothek von nur 0,678, während etwa Lancet einen IF von 18,316 besitzt. Reinauer plädierte für eine Umstellung des Produktionsprozesses, der nicht mehr wie bisher von den drei Akteuren Verlag, Autor und Bibliothek, sondern aus- schließlich von Bibliothek und Wissenschaftler geprägt werden soll. Im Vortrag ,,German Medical Science as a successful example of co- operation for Open Access Publication" demonstrierte Ulrich Korwitz (Direk- tor, Deutsche Zentralbibliothek für Medizin, Köln), wie der von Reinauer ge- forderte Paradigmenwechsel exemplarisch im Projekt German Medical Scien- ce (gms)46 realisiert wird. Die Aktivitäten von gms betreffen ein Gebiet, das scheinbar für kommerzielle Verlag nicht interessant ist. 2002 stellten kleine Fachgesellschaften an die Deutsche Zentralbibliothek für Medizin (ZB MED)47 eine Anfrage, ob diese ihre Zeitschrift online bringen könnte; zuvor hatten kommerzielle Verlage auf diese Anfrage geantwortet, dass kein Interesse dar- an bestehe, da die Zeitschrift sich nicht rechnen würde. Das Projekt gms, das 48 in Kooperation von AWMF, DIMDI und ZB MED betrieben wird, verfügt über drei Ebenen: · internationale Ebene; · nationale Ebene; · öffentliche und interne Kommunikation. Während die erste Ebene mit nur 14 Artikeln im ersten Jahr noch relativ wenig Beachtung gefunden hat, entwickelte sich die zweite Ebene ­ die Publikation von Zeitschriften der Fachgesellschaften sowie von Kongressen ­ sehr erfolg- reich. Am 1. Juli 2003 ging gms online; bereits im September 2003 erfolgte die Publikation des ersten Kongresses, 2004 wurden erstmals die Zeitschrif- ten von ­ bisher drei ­ Fachgesellschaften unter gms online publiziert. Die Fi- nanzierung von gms erfolgt durch die DFG sowie das Ministerium; aber auch Interessenten für Print-Produkte sowie Kongressveranstalter müssen sich an den Kosten beteiligen. Die Zahl von 156.000 Zugriffen bereits im ersten Jahr stellt das Erfolgskonzept von gms eindrucksvoll unter Beweis. Claudia Koltzenburg (Rechenzentrum, Universität Hamburg) präsentierte ,,GAP ­ German Academic Publishers: networking Open Access scientific publishing in Germany". Das 2001 von den Universitäten Hamburg, Oldenburg sowie Karlsruhe gegründete und von der DFG unterstützte Projekt GAP 49verfolgt das Ziel, als Schnittstelle und Informationszentrale für OA-Aktivitäten an deut- schen Universitäten Hilfestellung zu geben. Das erfolgt durch den Aufbau ei- ner gemeinsamen Datenbank und die Zugangsmöglichkeit zu OA- 46 http://www.egms.de/ 47 http://www.zbmed.de/ 48 http://www.dimdi.de/ 49 http://www.ubka.uni-karlsruhe.de/gap-c/ 214 BIBLIOTHEKSDIENST 39. Jg. (2005), H. 2
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