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Volume Heft 2

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 39.2005 (Rights reserved)

THEMEN Digitale Bibliothek 20 21 arxive.org , sowie von Zeitschriften mit freiem Zugang zu e-Versionen (BMJ , 22 23 JCI ) und von elektronischen Bibliotheken (z.B. SciELO ) bezogen. PLoS en- gagiert sich für das Ziel, für jede Publikation ein OA-Home zu entwickeln. Für die Biologie und Medizin wurden zwei Top-Zeitschriften gegründet, die den Nachweis bringen sollen, dass das Publikationsmodell von Open Access 24 funktioniert. Für eine Veröffentlichung in PLoS Biology bzw. PLoS Medici- 25 ne werden von den Autoren pro Artikel 1.500 USD verlangt, wobei im Zu- sammenhang mit der Finanzierung anzumerken ist, dass viele Autoren auch im etablierten Publikationsmodell bezahlen müssen (Submission charges, Pa- ge charges, Color charges). Kommerzielle Verlage unterstützen OA nicht, weil sie es nicht als kommerzielles bzw. profitables Modell sehen. In den letzten zwölf Monaten hat die OA-Idee allerdings wichtige Erfolge aufzuweisen: · Autoren publizieren zunehmend in OA-Zeitschriften; · die Politik hat sich des Themas OA angenommen (UK Science and Tech- nology Committee Inquiry); · viele Verlage akzeptieren bereits, dass Autoren ihre Arbeiten in persönliche oder institutionelle Archive einbringen. Während PLoS Biology, das bereits im Oktober 2003 gegründet worden ist, mittlerweile über 150 Forschungsartikel veröffentlicht hat, startete PLoS Me- dicine erst im Oktober 2004. Sämtliche Beiträge werden vom ersten Tag an in die bedeutendste medizinische Datenbank PubMed bzw. in das elektronische Volltextarchiv PubMed Central26 eingebracht. Stevan Harnad (School of Electronics and Computer Science, Montreal) er- läuterte unter dem Titel ,,Open Access does not equal Open Access Publish- ing: the green and gold roads to Open Access" die aktuelle Situation im Bereich der Selbst-Archivierung. Die Zahl der OA-Zeitschriften ist derzeit mit ca. 1.400 anzugeben (etwas über 5%); im OA-Publishing sieht Harnad den goldenen Weg, dessen Erfolgsaussichten allerdings ungewiss einzuschätzen sind. Demgegenüber stehen 22.600 Zeitschriften von kommerziellen Verlagen (ca. 95%), die die Selbst-Archivierung in OA-Archiven gestatten; deren Auto- ren gelte es zu überzeugen, ihre Artikel in institutionelle Repositorien einzu- 20 http://software.dolist.net/xarchive.asp 21 http://bmj.bmjjournals.com/ 22 http://www.jci.org/ 23 http://www.scielo.org/ 24 http://www.plosbiology.org/ 25 http://www.plosmedicine.org 26 http://www.pubmedcentral.nih.gov/ 208 BIBLIOTHEKSDIENST 39. Jg. (2005), H. 2
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