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Volume Heft 11

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 39.2005 (Rights reserved)

Informationsvermittlung THEMEN Pinboards. Diese Lernformen ermöglichen es, dass die am Dialog Teilneh- menden ihre Gedanken gegenseitig kennen lernen und sich untereinander zu den verschiedenen Ideen kritisch in Beziehung setzen können. Bibliothekspädagogik ­ ein Modell aus Nutzersicht20 Man kann eine Bibliothekspädagogik von unterschiedlichen Startpunkten aus entwickeln. Man könnte z.B. von gesellschaftspolitischen Überlegungen aus- gehen: Menschen müssen, wenn sie sich in eine Gesellschaft einbringen wol- len, dazu in der Lage sein, zu lesen, zu rechnen, zu schreiben, kritisch zu den- ken, Informationen aufzufinden, zu verarbeiten und zu präsentieren. Ebenso könnte man zuerst Lehr-/Lernziele formulieren. Man könnte aber auch den Arbeitsauftrag der Bibliothek, der aus der Zugehörigkeit der Bibliothek zu ei- ner übergeordneten Einheit erwächst (z.B. dem Arbeitsauftrag, den eine Hochschulbibliothek aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer Hochschule hat), als Ausgangspunkt für die Entwicklung pädagogischer Ideen nutzen. Allen Bibliotheken ist gemeinsam, dass Menschen in ihnen geistig arbeiten. Dies soll der Ausgangspunkt der Überlegungen sein. Jemand geht in eine Bibliothek, weil er etwas wissen will. Er kann dabei ein ziel- gerichtetes Interesse haben: Er will eine Wissenslücke schließen. Er kann aber auch ein ,,offenes" Interesse haben: Er will seine Neugier befriedigen; sich Inspi- ration holen; mal sehen, welchen Inhalten er zufällig begegnen wird. Unabhängig davon, ob er ein zielgerichtetes oder ein ,,offenes" Interesse verfolgt, er wird bei der Interessenbefriedigung stets auf Fakten stoßen. Wenigstens zwei mit- einander verknüpfte Fakten bilden eine Information. Die von ihm verarbeiteten und in seinem Gehirn gespeicherten Informationen bilden sein Wissen. Jemand, der etwas wissen will, wird in Bibliotheken Inhaltsträger/Speicher- medien benutzen und auswerten. Den Inhaltsträgern/Speichermedien, die von Bibliotheken gesammelt bzw. zugänglich gemacht werden, ist gemeinsam, dass sie in der Regel veröffentlicht worden sind. Sie sind von ihren Urhebern zur Kenntnisnahme und Benutzung durch die Öffentlichkeit bestimmt worden. Drei Arten von Inhaltsträgern/Speichermedien müssen unterschieden werden: Primär-, Sekundär- und Tertiärquellen. In Primärquellen findet man Original- informationen. In Sekundärquellen findet man Informationen aus und über Primärquellen. In Tertiärquellen werden Primär-, Sekundär- und Tertiärquellen nachgewiesen. Der Bibliotheksbenutzer muss somit entscheiden, welche Art 20 Drechsel, Kathrin; Schultka, Holger: Bibliothekspädagogik : ein Handlungsmodell aus Nutzersicht. [Online-Dokument] URL: http://www.bibliothek.uni-erfurt.de /service/texte/schulposter2.pdf [Zugriff am: 24.08.2005]. ­ Poster, gezeigt auf dem Deutschen Bibliothekartag 2005 in Düsseldorf BIBLIOTHEKSDIENST 39. Jg. (2005), H. 11 1473
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