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Volume Heft 11

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue39.2005 (Rights reserved)

Bibliotheken THEMEN form (McGee and Prusak, 1993; Walker, 1993). Or, when data is given context 7 it becomes information." Wissen erlaubt es uns, gegenüber der Vielzahl an Fehlinformationen, irrefüh- renden, gefälschten, absurden oder auch nur ungeprüften Informationen, die Folgen unseres Handelns zu erkennen. Gerade die neuesten semiotischen, oft einseitig als semantisch bezeichneten8 Datenbanken machen deutlich sicht- bar, warum Thesauri in Verbindung mit Metadaten für die Computer völlig neue Möglichkeiten schaffen. ,,Die moderne Form fachwissenschaftlicher Sys- 9 tematik ist der Thesaurus" , er schafft den Zusammenhang zwischen Benen- nungen und Begriffen und bringt damit die Semiotik in die Computer. Von die- sen Möglichkeiten machen Bibliotheken zunehmend Gebrauch.10 Insofern ist die hohe Dynamik, die die Bibliothekswissenschaft im letzen Jahr- hundert gerade durch die Informationstheorie bedingt erfuhr, keinesfalls zum erliegen gekommen. Im Gegenteil, sie wird nun auf den beiden nächst höhe- ren Stufen weiter beschleunigt, weil es schon immer das zentrale Thema der Bibliotheken war, Wissen in bibliographischer, bibliothekarischer, wissen- schaftlicher oder auch philosophischer Systematik zu organisieren, wenn man allein an Ranganathan sowie an das Werk von H. E. Bliss ,,The organisation of knowledge in libraries"11 denkt. Zur Macht der Bibliotheken Wilsons ,,Two kinds of power" betrachtet die Bibliographie als Instrument der Macht, um ,,die besten textlichen Hilfsmittel für einen bestimmten, konkreten Zweck zu verschaffen".12 Über die UBC (Universal Bibliographical Control) 7 Matthews, J.: The Value of Information in Library Catalogs (2000) http://www.sla.org/content/Shop/Information/infoonline/2000/jul00/matthews.cfm 8 Wenn in der Semantik bestimmten Gegenständen Zeichen zugeordnet werden, darf man nicht vergessen, dass diese Zeichen in der Pragmatik vom Interpreter sozusa- gen rekonstruiert werden müssen. Insofern ist Semantik immer nur der eine Teil dessen, worum es in der Semiotik geht. Es ist so als würde man in der Informations- theorie vom Sender sprechen ohne den Übertragungskanal und den Empfänger zu berücksichtigen. 9 Einführung in die Bibliographie S. 115 10 Umstätter, W. und Wagner-Döbler, R.: Einführung in die Katalogkunde. Vom Zettel- katalog zur Suchmaschine. Dritte Auflage des Werkes von K. Löffler. Völlig neu be- arbeitet. Hiersemann Verl. Stuttgart (2005) S. 49ff 11 Einführung in die Katalogkunde S. 5ff 12 Einführung in die Bibliographie S. 50 BIBLIOTHEKSDIENST 39. Jg. (2005), H. 11 1447
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