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Volume Heft 11

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 39.2005 (Rights reserved)

Ausland THEMEN turzentrums liegt der Sammelschwerpunkt auf den Gebieten der Kunst, beson- ders den dramaturgischen Künsten und der Fotographie. Durch die Pflege des Bestands der Kinemathek befindet sich auch eine wichtige Spezialsammlung zu dem Thema im Haus, z.B. mit Drehbüchern und einer Ausschnittsammlung von Filmkritiken. Geplant ist momentan die Digitalisierung und Erschließung von zwei wichtigen brasilianischen Zeitschriften zur Filmkritik (Cena und Cena muda). Die Präsenzbibliothek ist damit in Ergänzung zu dem Bestand des Centro cultural eine wichtige Spezialsammlung zum Thema Theater, Theaterkritik und Fotogra- phie in Brasilien. Die Universitätsbibliothek der USP Die universitären Bibliotheken in São Paulo sind eigentlich relativ junge Einhei- ten, da aus den oben dargelegten Gründen in der Kolonialzeit keine Hoch- schulbildung in dem Land existierte. Die meist mit der Abkürzung USP zitierte Universidade de São Paulo25, ist heute eine der wichtigsten des Landes, die drittgrößte von Lateinamerika. Sie hat ca. 75.000 eingeschriebene Studenten, wobei in Brasilien hier auch die über 24.000 Post-Doktoranden der USP hin- zugerechnet werden. Ferner arbeiten dort beinahe 5000 mit der Lehre beauf- tragte Personen und 15.000 Angestellte. Insbesondere die für brasilianische Verhältnisse älteren Universitäten wie die USP, die in den 1920er und 1930 Jahren auch angesehene europäische Forscher gewinnen konnte (z.B. den Ethnologen Claude-Levi Strauss), genießen ein hohes Ansehen. Es gibt in São Paulo zwei weitere staatliche Universitäten, die Unicamp und Unesp. Die Zu- sammenarbeit mit diesen erfolgt über einen gemeinsamen Ausschuss der Rektoren, das Conselho de reitores das Universidades Estaduais de São Pau- 26 lo ­ CRUESP , die in bibliothekarischer Hinsicht eine gemeinsame Katalog- oberfläche das Portal CRUESP/BIBLIOTECAS anbieten, mit gemeinsamer 27 Suche in den jeweiligen Katalogdatenbanken. Über Cruesp wurde beispiels- weise auch ein gemeinsamer Zugang zu der Datenbank SCOPUS von Elsevier für ein Jahr ausgehandelt und es werden weitere ERL­Datenbanken angebo- ten. Der Zusammenschluss dreier großer Institutionen ermöglichte es natür- lich, bessere Bedingungen auszuhandeln. 25 http://www2.usp.br/publishing/insite.cgi 26 http://www.unesp.br/cruesp/ 27 http://bibliotecas-cruesp.usp.br/scripts/odwp502k.dll?t=dfb&pr=cruesp_profile&db= cruesp_catalogo&sm=a&zdb=USP&zdb=UNESP&zdb=UNICAMP BIBLIOTHEKSDIENST 39. Jg. (2005), H. 11 1423
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