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Volume Heft 10

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 39.2005 (Rights reserved)

AUS DER BID Wahlprüfstein Nr. 2: Stichwort ,,Antworten auf PISA und SteFi" Befürworten Sie Förderprogramme des Bundes, die die Kommunen und all- gemein bildenden Schulen bei der Einführung bewährter Konzepte der Litera- tur- und Informationsversorgung für die schulische Bildung unterstützen? SPD: Die Modernisierung des Bildungssystems hat für uns entscheidende Bedeu- tung. Der Einsatz von Computer und Internet in Bildungseinrichtungen hat in den letzten Jahren vielfach als Motor für Reformen gewirkt. Wir stehen am An- fang einer neuen Normalität des Medieneinsatzes in der Bildung. Eine wesent- liche Rolle spielt dabei die Förderung in den vergangenen Jahren durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Mit dem Förderprogramm ,,Neue Medien in der Bildung" haben wir den Re- formprozess im Bildungswesen vorangetrieben. Ziel ist der Transfer bisheriger Projektergebnisse. In den Schulen wurden im Rahmen von Schulprojekten Arbeitsformen zum Computereinsatz erprobt, die bei einer umfassenden Bil- dungsreform heute für alle Schulen angestrebt werden: die Abkehr vom 45- Minuten-Rhythmus, ein fächerübergreifender Unterricht, die Verbindung von Unterricht am Vormittag und Lernen am Nachmittag und die Förderung des selbst organisierten Lernens. Auch qualitativ zeigte der Einsatz von Compu- tern in Bildungseinrichtungen positive Effekte. Untersuchungen im Gefolge der PISA-Studie zeigen, dass Schülerinnen und Schüler, die die Neuen Me- dien intensiv nutzen, auch über gute bis sehr gute Lesekompetenz verfügen. Unser Ziel ist deshalb der Übergang vom Schulbuch zum multimedialen Lehr- angebot für den Unterrichtsalltag in allen Fächern und Stufen. Die Fähigkeit, gezielt auf Informationsressourcen zugreifen zu können, die das persönliche Wissen erweitern, aber auch die Herausbildung informationeller Urteilskraft, um Informationen in ihrem Wert und ihrer Relevanz einschätzen zu können, sind unabdingbare Voraussetzungen für eine effiziente Informationsnutzung. Zu dieser Kompetenz gehört auch die Fähigkeit, nicht relevante Informationen ausfiltern zu können. Wir setzen uns deshalb für die Integration der Vermitt- lung von Informationskompetenz als festen Bestandteil aller Ebenen der Aus-, Fort- und Weiterbildung ein. Bei der Implementierung der neuen Medien in die Bildung handelt es sich um einen mindestens mittel- bis langfristigen Veränderungsprozess, dessen Ge- staltung eine staatliche Aufgabe ist, die nur mit allen Beteiligten gemeinsam erfolgreich bewältigt werden kann. Dafür wird auch zukünftig eine strategi- sche Förderung notwendig sein, die subsidiär eingreift. BIBLIOTHEKSDIENST 39. Jg. (2005), H. 10 1205
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