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Volume Heft 8/9

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 39.2005 (Rights reserved)

THEMEN Informationsvermittlung einher, deren Zahl von ca. 9.500 im Jahre 1993 auf 11.500 im Jahr 1995 an- stieg. Zugleich befasste sich das Tübinger ZID-Team auch mit den Möglich- keiten der Sacherschließung, die die zu schaffende Datenbank bieten sollte. Zwar war aus Gründen der Personalkapazität an eine verbale Sacherschlie- ßung auf der Grundlage der Schlagwortnormdatei (SWD) damals nicht zu denken, aber durch die Einführung einer Bibelstellenindizierung, die sowohl bei den biblischen Büchern auf die Versebene als auch auf außerkanonische frühchristliche und frühjüdische Texte ausgeweitet wurde, gewann die künfti- ge Datenbank erheblich an Recherchemöglichkeiten und machte sie insbe- sondere für Exegeten noch attraktiver. In technischer Hinsicht fiel im Jahr 1994 die weitreichende Entscheidung, für die Datenerfassung die Software allegro C einzusetzen. Nachdem man ein Grundgerüst für die Parametrierung erstellt hatte, wurden die ersten Probedaten erfasst. In dieser schwierigen und arbeitsreichen Experimentierphase, in der die konventionelle Erstellung der ZID-Daten noch weiterlief, wurden viele Erfahrungen gemacht, die für die spä- tere Personalplanung und die weitere Ausgestaltung der flexiblen allegro- Software sehr wertvoll werden sollten. Der Jahreswechsel 1994/1995 bedeutete dann auch das Ende der konventio- nellen Herstellungsweise der gedruckten ZID-Hefte, denn die Aufsatzdaten wurden von da an nur noch in der allegro-Datenbank erfasst. Die elektroni- sche Verzeichnung des Titelmaterials brachte aber auch Veränderungen für den Geschäftsgang mit sich. Zwar entschied der Fachreferent wie bisher, welche Teile eines Zeitschrifteninhalts nachgewiesen werden sollten, aber wegen der nun notwendig gewordenen Ansetzung und Normierung von Per- sonen- und Textschlagworten kamen jetzt neue Aufgaben hinzu. Außerdem trat nun im Bereich der Heft-Produktion die elektronische Datenerfassung an die Stelle des Kopierens der Inhaltsverzeichnisse, die von Hilfskräften geleis- tet wurde. Die Erstellung der Hefte erfolgte dabei mit Hilfe eines in TUSTEP 7 erstellten Druckprogramms . Nachdem so der Einstieg in die elektronische Welt vollzogen war, folgten schnell weitere Schritte: Zunächst wurde die Datenbankkonzipierung insofern weitergeführt, als man die Datenbank als allegro-OPAC konfigurierte, ihre In- dizes benutzergerecht definierte und zusätzliche Parameterdateien erstellte. Neben den neuen Aufsatzdaten erfasste man auch retrospektiv Titeldaten, die man den konventionell hergestellten ZID-Heften entnahm. Für den Leistungs- umfang der Datenbank bedeutete vor allem die Erweiterung der Sacherschlie- ßung durch den Einsatz einer aus 130 Sachgruppen bestehenden Klassifikati- 7 TUSTEP (= Tübinger System von Textverarbeitungs-Programmen) ist ein Werkzeug zur wissenschaftlichen Bearbeitung von Textdaten und wurde vom Zentrum für Da- tenverarbeitung der Universität Tübingen entwickelt. 1120 BIBLIOTHEKSDIENST 39. Jg. (2005), H. 8/9
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