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Volume Heft 8/9

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue39.2005 (Rights reserved)

Betriebsorganisation THEMEN Dieser Indikator ist in derzeitiger Ausprägung in seiner Aussagekraft begrenzt wie auch in seiner Aussagerichtung unsicher. Zudem ist sein Gegenstand politisch-ideologisch besetzt, was eine konsensgetragene Fortentwicklung des Indikators erschwert. Die Drittmittelquote ­ bibliotheksintern unverändert interessant ­ sollte als Ranking-Indikator besser entfallen. Physische Bibliotheksbesuche pro Kopf der primären Nutzergruppe (Zielbereich Nutzung) Spannbreite zwischen den BIX-Teilnehmern: 4,2 bis 152,5 Die Ergebnisse zu diesem Indikator scheinen großenteils von der baulichen Gestaltung der Bibliothek und ihrer arbeitsteiligen Einbettung in die Universität abzuhängen. Integrierte Arbeitsräume, Treffpunkte, Galerien, Internet- Angebote, Kopiererzonen, Toilettenzonen, eventuell gar eine Durchgangs- möglichkeit zur Mensa oder zu anderen Gebäudeteilen können hier die Er- gebnisse kräftig verfälschen. Besuche, die nicht durch bibliothekarische Kern- aktivitäten veranlasst werden, dienen keinem fairen Leistungsvergleich! Dieser Indikator ist unzuverlässig beim Vergleich von Hochschulbibliotheken unter- schiedlicher baulicher Gestaltung und organisatorischer Einbettung. Restrikti- vere Erhebungsbestimmungen wären hier notwendig; besser noch wäre eine andere Konstruktion dieses Indikators. Allerdings würde die Erhebung da- durch wohl komplizierter; denkbar wären etwa Korrekturfaktoren zur Dämp- fung überhöhter Besuchszahlen oder ­ basierend auf einer OPAC-Auswertung ­ die Zählung der Tage mit Einlogg-Aktivität pro einzelnem Nutzer. Bewertung Die anderen 11 bis 12 Indikatoren des BIX-WB findet der Autor brauchbar bis ausbaufähig, so dass hier nicht mehr näher auf sie einzugehen ist. Zwei von ihnen werden im BIX z.Z. nicht verwendet; da gibt es Erhebungsprobleme (Nutzerzufriedenheit, Virtuelle Besuche (= OPAC-Zugriffe). Ein anderer ist in Überarbeitung (Marktdurchdringung). Somit sind von den 15 verwendeten (und 18 vorhandenen) BIX-Kategorien nach vorliegender Kurzanalyse 6 un- tauglich bis fragwürdig ­ und damit mehr als genug, um einen ausgewogenen Leistungsvergleich unter den Teilnehmern unglaubwürdig zu machen. Von den Zielbereichen schneidet die Effizienz ­ weil ohne Beanstandungen ­ am besten ab; nur dieser Bereich erscheint voll geeignet. Die Bereiche Ressourcen und Nutzung sind mit je einem problematischen Indikator belastet. Der Zielbe- reich Entwicklung (zugegeben der schwerste) erscheint sogar völlig verfehlt. Fazit: Der BIX-WB ist ein interessantes Experiment, aber mehr leider noch nicht. Der Eigenanspruch der BIX-Macher, ,,ein Instrument, das Leistungen im Vergleich transparent macht", zu liefern, ist bei einer Reihe einzelner Indikato- BIBLIOTHEKSDIENST 39. Jg. (2005), H. 8/9 1059
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