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Volume Heft 8/9

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 39.2005 (Rights reserved)

Betriebsorganisation THEMEN heimnis, dass diverse elektronische Ressourcen in diversen Bibliotheken nur schwach benutzt werden und die Lizenzkosten eigentlich nicht wert sind. Im übrigen kann von einer dauerhaften Ressourcenverstärkung (wir sind im Ziel- bereich Ressourcen!) dann nicht die Rede sein, wenn gemäß den üblichen Li- zenzbedingungen eine Nutzung über das Lizenzende hinaus gar nicht möglich ist. Konventionelle Medien sind hier überlegen. Dieser Indikator ist also gar nicht relevant, wenn es um wirklich benötigte und nachhaltig verfügbare Ressourcen gehen soll. Er sollte dennoch erhoben wer- den, aber als ein neutraler Strukturparameter ohne Auswirkungen auf die Rangplätze im Zielbereich Ressourcen. Ergänzend sollte die heilige Kuh Elekt- ronische Medien schonungslos auf den Prüfstand gestellt werden: Im Zielbe- reich Effizienz wäre ein zusätzlicher Indikator Nutzungskosten pro Zugriff auf elektronische Medien sicher hilfreich, um die Kostenkontrolle zu gewährleis- ten. Im Zielbereich Nutzung könnte ein zusätzlicher Indikator Zugriffe auf elektronische Medien pro primärem Nutzer die Nutzerakzeptanz anzeigen. Personal-Anteil zur Entwicklung & Bereitstellung elektronischer Dienste (Zielbereich Entwicklung) Spannbreite zwischen den BIX-Teilnehmern: 1,1% bis 33,3% Dieser Parameter ist ähnlich wie der vorgenannte Punkt ideologisch besetzt. Nur wenn besagte Dienste wirklich nachgefragt werden, sind sie positiv zu bewerten! Schauen wir aber noch auf die Vergleichbarkeit der Angaben. Hier fällt auf, dass das organisatorische Umfeld der teilnehmenden Bibliotheken durchaus unter- schiedlich sein kann: die einen verfügen über eine starke eigene Datenverarbei- tung, während andere auf Dienstleistungen von außen oder aus der Hochschule zurückgreifen. Dies führt bei u.U. gleichem Output zu unterschiedlichen Anteils- werten beim Personal für elektronische Dienste. Im Extremfall erklärt eine einzel- ne Bibliothek 33,3% ihres Personals zum Personal für elektronische Dienstleis- tungen, worunter allerdings Schulungen und Aufbereitungen fallen, die anderen- orts von Hochschullehrern oder Rechenzentren geleistet würden. Dieser Wert versagt also beim Vergleich von Hochschulbibliotheken unterschiedlicher orga- nisatorischer Einbettung resp. hochschulinterner Arbeitsteilung! Sofern es au- ßerdem um wenig genutzte elektronische Dienste geht, gilt das im oberen Punkt schon Gesagte. Im übrigen leuchtet nicht ein, wieso die laufend geleistete DV-Bereitstellungs-, Informations- oder Schulungs-Arbeit ein Gradmesser für das Wohlergehen in der Zukunft sein soll (wir sind im Zielbereich Entwicklung!). Es handelt sich bei diesem Zuschnitt des Indikators doch überwiegend um Routinearbeiten, die den Status quo halten. Ein Indikator für die Entwicklung wären nur Arbeiten BIBLIOTHEKSDIENST 39. Jg. (2005), H. 8/9 1057
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