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Volume Heft 8/9

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 39.2005 (Rights reserved)

Betriebsorganisation THEMEN BIX-WB ­ quo vadis? ­ Eine kritische Bestandsaufnahme Holm-Arno Leonhardt Der Bibliotheks-Index (WB), der 2002 als Projekt der Bertelsmann-Stiftung ini- tiiert wurde und seit Juli 2005 durch den Deutschen Bibliotheksverband fort- geführt wird, ist mehrfach positiv gewürdigt worden als ein neues Instrument zur Leistungsmessung und zum Leistungsvergleich zwischen wissenschaftli- chen Bibliotheken. Aus 15 bis 18 Indikatoren bestehend, war eine solche Wei- terentwicklung der traditionellen Deutschen Bibliotheksstatistik (DBS) ange- sichts des Bedarfs an betriebswirtschaftlichen Steuerungsinstrumenten tat- sächlich überfällig. Bei aller Freude über diese Neuentwicklung muss sich der kritische Bibliothe- kar inzwischen jedoch fragen, ob der erklärte Anspruch des BIX ­ nämlich ,,zu einem bewährten und stabilen Instrument herangereift" zu sein, welches ein tragfähiges Ranking zwischen den teilnehmenden Bibliotheken erlaubt ­ wirk- lich schon in zufrieden stellender Weise erreicht ist. Nach zwei veröffentlichten Auswertungsrunden des BIX-WB (Daten aus 2003 und 2004) mit einem kaum veränderten Parameter-Konzept könnte es vielmehr an der Zeit sein, eine Evaluation der Evaluationsinstrumente selbst vorzunehmen, nicht zuletzt vor dem Hintergrund eines durch nachhaltige Einsparungen geprägten gesell- schaftlichen Umfelds, auf das es zu reagieren gilt ... Im folgenden soll nun skizzenhaft eine solche Bestandsaufnahme der BIX- WB-Indikatoren erfolgen, und zwar fokussiert auf die nach Meinung des Au- tors schwächsten 6 Parameter. Fortbildungstage pro Mitarbeiter (Zielbereich Entwicklung) Spannbreite zwischen den BIX-Teilnehmern: 0,2 bis 15,9 Gezählt werden hier alle organisierten Fortbildungen (umgerechnet auf Tage), und zwar unabhängig von deren Notwendigkeit oder Zweckmäßigkeit für den Beruf. Die Bedingungen für die Fort- und Weiterbildung im öffentlichen Dienst sind bekanntlich sehr großzügig, und so ist es durchaus verbreitet, dass die fort- gebildeten Mitarbeiter ihre neu erworbenen Fremdsprachen-, Rhetorik-, Ge- sundheits- oder Software-Kenntnisse später am Arbeitsplatz gar nicht an- wenden können. Andererseits sei hier an den flapsigen Kollegen-Spruch erin- nert: ,,Ein guter Mitarbeiter hat gar keine Zeit, zu Fortbildungen zu gehen". Wahr daran ist, dass neben den formellen Fortbildungen ein mindestens ge- BIBLIOTHEKSDIENST 39. Jg. (2005), H. 8/9 1055
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