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Volume Heft 7/8

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 38.2004 (Rights reserved)

NOTIZEN RFID Library Systems: Die Bibliothek der Zukunft Automatisierung und Selbstbedienung gehören in einer modernen Bibliothek mittlerweile zum Standard. Dass aber Ausleihe und Rückgabe nun fünfmal schneller als üblich abgewickelt werden können, ist besonders in städtischen Büchereien mit zunehmendem Publikumsverkehr eine willkommene techni- sche Innovation. Wenn der Benutzer ganze Bücherstapel auf einmal lediglich vor sich auf eine Ablage legt und ein Terminal ohne menschliches Zutun in sekundenschnelle alle Medien von selbst als ausgeliehen oder zurückge- bracht verbucht, so steckt eine fortschrittliche Bibliothekstechnik dahinter, die das Schweizer Unternehmen BIBLIOTHECA RFID Library Systems AG in Ko- operation mit Infineon Technologies entwickelt hat. ,,Das grenzt an Zauberei!", gibt Christine Brunner, stellvertretende Direktorin der Stadtbücherei Stuttgart, die verblüfften Reaktionen der Bibliotheksbesucher wi- der. Seit August 2003 läuft das BiblioChipTM RFID Library System dort erfolg- reich. Gemeinsam mit der ekz.bibliotheksservice GmbH, Vertriebspartner der BIBLIOTHECA für den gesamten deutschen Sprachraum, wurde die Logistik für die Einführung der RFID Technologie erarbeitet. Das Stuttgarter Haus ist die ers- te Großstadtbibliothek in Deutschland und nach Wien die zweite in Europa, die diese kundenfreundliche und moderne Technologie einsetzt. Das Geheimnis dieser Technologie lautet: Radio Frequency Identifikation, eine Methode zur drahtlosen Datenübertragung. Medien werden mit einem so ge- nannten intelligenten Etikett ausgestattet, das den herkömmlichen Barcode ablöst. Dieses Etikett ­ nicht größer als eine Kreditkarte ­ beinhaltet eine An- tenne und einen Chip, auf dem medienrelevante Informationen gespeichert sind. Ein Lesegerät aktiviert schließlich per Funk den Datentransfer zwischen Buch und Bibliotheksdatenbank. Aktuelle Erfahrungswerte aus den USA illustrieren, dass mit dem BiblioChipTM System im Vergleich zum herkömmlichen Barcode-Verfahren bei der Ausleihe bzw. der Rückgabe etwa 85% Arbeitszeit eingespart werden können. Das BiblioChipTM System ist speziell auf die Bedürfnisse der Bibliothekare an ihren Arbeitsplatz zugeschnitten und erfüllt zugleich die Erwartungen des Benutzers an eine Bibliothek des 21. Jahrhunderts. Dabei lohnt sich RFID nicht nur für Büchereien mit sechsstelligem Medienbestand. Auch Institutionen wie die Stadtbibliothek in Bad Homburg (55.000 Medien) und in Kronberg (17.750 Medien) oder sogar Schulbibliotheken in der Schweiz sind begeistert von der Verlässlichkeit, Bedienungsfreundlichkeit und Kennzeichnungsflexibilität von Büchern wie aller AV-Medien. Der modulare Aufbau des Systems aus einfachen Einheiten und die Tatsa- che, dass kein eigener Server benötigt wird, sondern das BiblioChipTM System einfach an das vorhandene Netzwerk angeschlossen werden kann, ermögli- 980 BIBLIOTHEKSDIENST 38. Jg. (2004), H. 7/8
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