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Volume Heft 7/8

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 38.2004 (Rights reserved)

Erwerbung THEMEN Planung und Vorbereitungen der Evaluation Im Jahre 2001 wurde eine umfassende Bestandsrevision der Zeitschriften im Bibliothekssystem durchgeführt. Ein Abzug aller für das Bibliothekssystem der Universität relevanten Titel- und Bestandsdaten aus der Zeitschriftendaten- bank wurde schriftlich an die Bibliothekare oder bibliothekarischen Beauftrag- ten der Institute versandt. Der 100%ige Rücklauf ergab, dass ca. ein Drittel der Titel von insgesamt über 3000 revisionsbedürftig waren, viele davon wa- ren schlichtweg abbestellt. Laut Grundordnung für das Bibliothekssystem sol- len Änderungen an die Zentralbibliothek gemeldet werden. Aber mit dem Problem unvollständiger und nicht aktueller Institutsnachweise kämpfen alle zweischichtigen Systeme. Die Korrekturen wurden in der ZDB nachgeführt, was erhebliche Zeit in Anspruch nahm. Bei dieser Gelegenheit wurde auch der noch konventionell geführte ,,Gesamtkatalog Zeitschriften" abgeschafft. Um die Jahreswende 2001/2002 führte die Universitätsbibliothek eine Umfra- ge zu den 20 teuersten Zeitschriften und Zeitschriftenpaketen auf Fakultäts- ebene durch. Dahinter verbergen sich einige hundert Einzeltitel mit einem da- maligen Beschaffungspreis von 480.000 Euro. Es wurde schon im Anschrei- ben darauf hingewiesen, dass zukünftig die Hauptnutzer anteilig an der Finan- zierung zu beteiligen sind. Dazu ist es bis heute jedoch noch nicht gekommen. Alle Fakultäten antworteten, wobei lediglich abgefragt wurde, ob ein Titel aus Sicht der Wissenschaftler unverzichtbar, wichtig, entbehrlich oder nicht relevant ist. Es war wenig verwunderlich, dass jeder der genannten Titel für wenigstens eine Fakultät unverzichtbar ist. Überraschend war jedoch das starke interdisziplinäre Interesse über Fakultätsgrenzen hinweg. Die meis- ten Titel waren von mehreren Fakultäten als unverzichtbar erklärt worden. Spitzenreiter war ein Titel, der von sieben, zum damaligen Zeitpunkt also von der Hälfte der Fakultäten, als unverzichtbar deklariert wurde. Diese Umfrage, die einen Umfang von rund 20 Seiten hatte, wurde noch in Papierform an die Fakultäten verschickt. Die Darstellung des Gesamtbestan- des gestaltete sich wesentlich schwieriger, zumal die Befragung auf Instituts- ebene durchgeführt werden sollte. Letztlich war dies nur auf Basis einer Da- tenbank möglich, die allen Instituten in Form eines Fragebogens elektronisch zur Verfügung gestellt wurde. Datenbasis bildeten die revidierten Daten der ZDB, die den Bestand der Kauf- zeitschriften der UB einschließlich der abbestellten Elsevier-Titel umfassten, sowie die laufend gehaltenen Zeitschriften an den Instituts- und Fakultätsbib- liotheken. Hier kam es zu einer erheblichen Zeitverzögerung, da just zu die- sem Zeitpunkt die ZDB auf das PICA-System migriert wurde und keine Da- tenabzüge lieferbar waren. Dies war erst im Spätsommer 2002 wieder mög- lich. Die Kaufzeitschriften der UB wurden nochmals mit den Daten der inter- nen Zeitschriftenverwaltung abgeglichen. Bei dieser Gelegenheit wurden auch BIBLIOTHEKSDIENST 38. Jg. (2004), H. 7/8 895
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