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Volume Heft 1

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 38.2004 (Rights reserved)

NOTIZEN schaften und weiteren Partnern ein Geschäfts- und Organisationsmodell für die künftige kooperative Gestaltung akademischer Publikationsformen zu entwickeln, das eine echte Alternative zu den marktbeherrschenden Großver- lagen biete. Als erfolgreiches Gemeinschaftsunternehmen wissenschaftlicher Bibliotheken präsentierten Christine Burblies und Dr. Tamara Pianos das interdisziplinäre Internetportal für wissenschaftliche Information vascoda. Mittlerweile koope- rieren über 30 Einrichtungen in diesem bundesweiten Projekt. Durch die Ein- bindung der Elektronischen Zeitschriftenbibliothek EZB und erweiterten Funk- tionalitäten im nächsten Release der Metasuchmaschine werde der Ausbau kontinuierlich vorangetrieben. Als ,,Chefsache" kennzeichnete Prof. Wilfried Juling die ,,Integration von In- formation, Kommunikation und Multimedia". Neue Medien und eine leistungs- starke elektronische Infrastruktur seien die Basis der eUniversity, der ,,enhan- ced university". Für eine erfolgreiche Umsetzung bedürfe es einer institutiona- lisierten Kooperation zwischen Rechenzentrum, Bibliothek, Medienzentrum, Verwaltung und Fakultäten. Diese Aufgabe sollte idealerweise ein CIO (Chief Information Officer) übernehmen, der aus dem operativen Geschäft herausgelöst sei und an der Seite des Rektors die konzeptionelle und admi- nistrative Aufsicht über alle technischen, organisatorischen und nutzungs- rechtlichen Aspekte des Informationsversorgungsbereiches innehabe. Ein weiterer Schwerpunkt befasste sich mit Nutzungsanalysen und ihre Kon- sequenzen: Dr. Beate Trögers Beitrag zu Nutzungsanalysen im Blick auf fachliche und in- terdisziplinäre Webportale bezog sich auf die Ergebnisse einer schriftlichen Nutzerbefragung, Fokusgruppeninterviews und der Auswertung der Logfiles des Deutschen Bildungsservers. Allgemein halten Praktiker die angebotenen fachspezifischen Inhalte für zu kompliziert, während Wissenschaftler sie als zu wenig relevant einstufen. Aus diesem Grund arbeiten beide Gruppen vor- zugsweise mit Google statt mit Themenportalen. Bei den Angeboten eines Webportals werden an erster Stelle Volltexte verlangt, danach folgen Abstracts, Referenzen und zuletzt Fakteninformationen. Wichtig erachtet werden Informationen zu Institutionen und Forschern, forschungsrelevante Quellen und Kongressinformationen. Das von Bernd Dugall dargestellte Ergebnis einer Studie zur Nutzung elektro- nischer Zeitschriften zeigte, dass nur 5% aller elektronischen Zeitschriften ei- nes Portfolios ca. 45% der Nutzung ausmachten und 50% der Zeitschriften schließlich 95% der Nachfrage abdeckten. Diese Erfahrung wurde von dem nachfolgenden Vortragenden Prof. Andreas Geyer-Schulz, als ein typisches Dilemma des Sortimentshandels gekennzeichnet. Man könne zwar das Ange- 90 BIBLIOTHEKSDIENST 38. Jg. (2004), H. 1
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