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Volume Heft 6

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue38.2004 (Rights reserved)

THEMEN Erwerbung Vollfinanzierung des Konsortiums eingesetzt wurden; angestrebt war ur- sprünglich eine 50:50 Finanzierung aus zentralen Mitteln und aus Eigenmit- teln. Natürlich wird die Weiterführung schwieriger, wenn die zentralen Mittel nicht mehr bereitgestellt werden; ggf. müssen dann auch Angebote auf den Prüfstand gestellt werden. Umso wichtiger erscheint es dann, die Erkenntnis- se der ,,fetten Jahre" sinnvoll zu nutzen. In Baden-Württemberg stellt sich die Lage etwas anders dar: hier gibt es einerseits ein großes Konsortium aus 100% zentralen Mitteln und andererseits Subkonsortien aus lokalen Etats. Modelle für anteilige Finanzierungen werden jetzt verstärkt angedacht, wobei gerade dann der Nutzungsorientierung eine besondere Bedeutung zukommt. Dabei ist zu bedenken, dass bei Einzelrechnungen Rabattverluste in Kauf ge- nommen werden müssen. In NRW/HBZ sah das ursprüngliche Finanzierungsmodell eine 70:30- Finanzierung vor, diese wurde abgelöst durch eine 50:50-Finanzierung; heute werden gar keine zentralen Mittel mehr zur Verfügung gestellt. Herr te Boek- horst sieht einen enormen Vorteil darin, wenn mit Nutzungszahlen belegt wer- den kann, dass kein Bedarf an speziellen Zeitschriftentiteln oder Datenbanken (z.B. Historical Abstracts) besteht. In diesem Zusammenhang wird aber auch daran erinnert, dass über den Ein- kauf das Marketing nicht vergessen werden darf. Insbesondere, wenn über zentrale Mittel beschafft wird, wird dieser Aspekt tendenziell eher vernachläs- sigt. Das Angebot muss publik gemacht werden, um das bedarfsgerechte Nutzungsverhalten zu erzielen. Bei Daimler Chrysler werden ca. 4% der Per- sonalressourcen für Marketing investiert. Die Idee, die Kostenverteilung nach der Nutzungshäufigkeit (am meisten nut- zen, am meisten zahlen, oder vice versa) zu steuern, wird kontrovers disku- tiert. In seinem Schlusswort fasst Herr Kirchgäßner die Diskussionsergebnisse zu- sammen; es sei deutlich geworden, dass man sowohl gute Dienstleistung als auch gute Bestände bräuchte, die unproblematisch erreichbar sein müssen. Bibliotheken werden künftig noch stärker an der zeitgerechten Informations- beschaffung gemessen werden. Anmerkung: Die Präsentationen und Vortragstexte zu den einzelnen Themen sind auf der Seite der Expertengruppe beim DBV unter der Adresse: http://www.bibliotheksverband.de/kommissionen/dokumente/erwerb/ 0304leipzig.html zu finden. 800 BIBLIOTHEKSDIENST 38. Jg. (2004), H. 6
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