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Volume Heft 6

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 38.2004 (Rights reserved)

Erwerbung THEMEN Zu 7: Es wird aus dem Plenum die Frage gestellt, ob das SSG-System am Ende des Lebenszyklus angelangt ist? Sind SSG noch zeitgemäß? Herr te Boekhorst rät hier sehr zu einer differenzierten Betrachtung der einzelnen Fächer und der betreuenden Bibliotheken; so haben beispielsweise die TIB Hannover und die ZB Med in Hinblick auf die kommerzielle Nachfrage einen Status eigener Art. Für die Virtuellen Fachbibliotheken wird sehr für geteilte Zuständigkeiten plä- diert im Hinblick auf Unterstützung und Anforderungen. Das System der über- regionalen Literaturversorgung wird sich zukünftig sicherlich verändern; dabei ergeben sich je nach Sammelschwerpunkt unterschiedliche Entwicklungs- möglichkeiten. Dabei wird die Frage der Nutzerorientierung zentral stehen. Aus dem Plenum wird bekräftigt, dass hier eine differenzierte Betrachtungs- weise unabdingbar ist; in einem SSG wie es die Staatsbibliothek Berlin in der Kartenabteilung mit topografischen Karten pflegt, ist eine beschaffungsorien- tierte Erwerbung just in time unvorstellbar; ebenso in SSGs wie Ostasien oder Orient. Zu 5 und 7: Frau Petri-Eberle betont im Zusammenhang mit der SSG-Diskussion die be- sonders autarke Situation der DaimlerChrysler Bibliothek: hier wird tatsächlich just in time bestellt und ggf. werden Dokumentlieferaufträge an externe Anbie- ter vergeben. Am Beispiel der Wirtschaftswissenschaften macht Frau Petri- Eberle deutlich, dass die Literaturversorgung durch die SSG-Bibliothek mit dem Niveau in der Technik nicht konkurrieren kann. Zu 2 und 5: Es wird über die Rolle der Nutzungszahlen für Konsortialverhandlungen und über die Möglichkeit, im Konsortium sinnvolle Pakete zu definieren, diskutiert. Die Möglichkeit, solche Modelle zu gestalten und über das Kernpaket hinaus Titel (Satellitennutzung) zum Grundpaket hinzuzufügen, setzt aufwändige Ver- handlungen zwischen den Konsortialpartnern voraus. Es werden Bedenken gegenüber maßgeschneiderten Paketen geäußert: am Beispiel von Elsevier ScienceDirect werde deutlich, dass damit nicht die Er- wartung verbunden werden kann, dass es billiger wird. Darüber hinaus wird aber auch vor einer rein bedarfsorientierten Sicht auf das Nutzungsverhalten gewarnt; wie das Beispiel ,,cross access" gezeigt hat, werden durchaus auch bisher nicht vorhandene Zeitschriften nachgefragt; d.h. dass auch durch Angebot Nachfrage erzeugt werden kann. Herr Kirchgäßner stellt die Frage, was es für den Fortbestand des Konsorti- ums bedeutet, wenn die zentralen Mittel schrumpfen oder ganz gestrichen werden. Frau Schäffler erläutert, dass zentrale Mittel in Bayern nicht für die BIBLIOTHEKSDIENST 38. Jg. (2004), H. 6 799
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