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Volume Heft 6

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue38.2004 (Rights reserved)

Erwerbung THEMEN · häufige Nutzung von Magazin-Exemplaren (sogen. Test-Exemplare) · ,,Bestseller"-Auswertungen · ,,Renner"- und ,,Pennerlisten" über das Ausleihsystem · Empfehlungen von Professoren und Studenten (es ist festzustellen, dass Empfehlungen oder Anschaffungswünsche jedoch eher selten sind; der Zweck einer Lehrbuchsammlung wird von den Professoren unterschiedlich bewertet) Für das klassische Lehrbuch im Bereich der BWL ist es (in Mannheim) nicht möglich, die Zahl der Ausleihen trotz unterschiedlicher Bemühungen zu stei- gern. Herr Knudsen zieht das Fazit, dass Lehrbuchsammlungen eher zu einem Stiefkind der UBs geworden sind. Grund dafür ist nicht der Rückgang der Studierenden, da es hier eine Steigerung von 12.000 auf 14.000 gegeben hat. Aber BWL-Studenten müssen weniger Bücher lesen, um das Studium schnell zu bewältigen; es stehen ihnen Alternativprodukte über das WWW, Folien, Un- terrichtsmaterialien etc... zur Verfügung. 2. Zeitschriftenevaluation zur koordinierten Zeitschriftenerwerbung der bayerischen Bibliotheken (Dr. Hildegard Schäffler, München) Frau Dr. Schäffler stellte in ihrem Beitrag im Zusammenhang mit der Zeit- schriftenerwerbung sieben Thesen zur Diskussion. Ausgangsgangssituation ist der wachsende Kostendruck auf die Bibliotheken angesichts nach wie vor überhöhter Preissteigerungen, unkalkulierbarer Wäh- rungsschwankungen und einer erhöhten Belastung in der Übergangsphase von gedruckter zu digitaler Informationsversorgung. Als mögliche Lösungsan- sätze wurden vorgestellt: - Einspareffekte bei E-Only-Bezug, die sich aber nur unter der Vorausset- zung erzielen lassen, dass der Abopreis deutlich unterhalb des Printprei- ses liegt, Mehrfachexemplare abbestellt werden können und das Steuer- problem gelöst ist, - Open Access Modelle, die erst ab Erreichen einer kritischen Masse und im Zusammenhang mit einer tragfähigen Finanzierung spürbare Entspannung hinsichtlich der Kosten bringen können, - Eine koordinierte Zeitschriftenerwerbung durch Konsortialbildung, deren Vor- und Nachteile kurz skizziert wurden. Pro: Die Erfahrungen des Bayern-Konsortiums zeigen, dass sich bei relativ geringen Mehrkosten teilweise erhebliche Zugewinne an Titeln erzielen lassen, wobei festgestellt wurde, dass der Anteil der Nutzung an zuvor nicht gehaltenen Titeln (im Cross-Access) bei bestimmten Paketen z.T. über 40% liegt. Ein Nebeneffekt der Konsortialbildung waren darüber BIBLIOTHEKSDIENST 38. Jg. (2004), H. 6 793
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