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Volume Heft 6

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 38.2004 (Rights reserved)

Erschließung THEMEN ten in alphabetischer Ordnung73 des ersten und der folgenden Unterschlag- wörter aufgelistet. Dass es sich in der Abfolge der Schlagwortketten um mög- lichst spezifische, präzise Inhaltsbeschreibungen74 handelt, vermittelt sich durch die Kombination mehrerer Schlagwörter in einer Kette sowie durch die differenzierenden Deskriptoren, die auf gleichlautende Leitschlagwörter und ggf. Unterschlagwörter in verschiedenen Ketten folgen. Im Kontext des Ket- tenregisters lassen sich die Einzelschlagwortketten damit als Beschreibungen des Gegenstandes oder Themas von Dokumenten in der Gestalt formalisierter 75 Titelannotationen oder ,,Kurz-Abstracts" charakterisieren. Ist mit der Verknüpfung von Einzeldeskriptoren zur gegenstandsbeschreiben- den Schlagwortkette ein erster Qualitätssprung vollzogen, so markiert die ,,Listenfunktion"76, also die Kumulation dieser einzelnen Inhaltsbeschreibungen in alphabetischer Reihung, ein nächstes, wiederum höheres qualitatives Ni- veau. Die Schlagwortkettenliste verschafft auf der Metaebene der Sacher- schließung einen eigenständigen Blick und Zugriff auf den Dokumentenbe- stand. Bei komplexen, durch Unterschlagwörter näher beschriebenen Ge- genständen stellt sie die Einzelabstracts in einen differenzierten thematischen Zusammenhang und verschafft damit sachlichen Überblick gerade bei größe- 77 ren Mengen erschlossener Dokumente. 73 Auch ,,die alphabetische Reihenfolge innerhalb der Schlagwortkette erwies sich als erkennbar und merkbar", so das Ergebnis bereits erster Benutzeruntersuchungen zu Schlagwortketten (Poll, Roswitha: Kettenbildung nach RSWK. In: Neue Regelwerke zum Schlagwortkatalog. Einführung in RSWK und PRECIS. Vorträge einer Fortbil- dungsveranstaltung der Fachhochschule für Bibliotheks- und Dokumenta- tionswesen in Köln am 9. und 10. Juli 1984. Hrsg. von der Fachhochschule für Bibli- otheks- und Dokumentationswesen in Köln unter Mitwirkung von Rudolf Jung u. Jürgen Scheele. Köln 1985 (Kölner Arbeiten zum Bibliotheks- und Dokumenta- tionswesen. Bd. 6), S. 77­94; hier: S. 81) 74 Vgl. § 6,2 RSWK 75 § 13,1 Abs. 2 RSWK 76 § 2,13 RSWK mit Nennung unterschiedlicher Anwendungsformen wie OPAC- Kettenregister, Listen- oder Zettelkatalog, gedruckte Bibliographie 77 Schon vor dem Erfahrungshintergrund des Zettelkatalogs haben die RSWK- Regelwerksgeber mit Blick auf die ,,Menge der Eintragungen unter dem Einstiegs- Schlagwort" durch Präkoordination gegliederte Schlagwort-Informationen postuliert: ,,Die Information muß untergliedert geboten werden; der Benutzer soll an der Ein- stiegsstelle deutlich ablesen können (bis zur Form des Buches hin), was ihn erwar- tet." (Poll, Kettenbildung, 1985 (FN 73), S. 78. Diese Maxime hat im elektronischen Katalog nichts an Überzeugungskraft verloren, sondern ist angesichts größerer Ti- telzahlen wie in den Verbundkatalogen eher noch aktueller geworden. BIBLIOTHEKSDIENST 38. Jg. (2004), H. 6 777
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