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Volume Heft 6

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue38.2004 (Rights reserved)

Erschließung THEMEN Indexate für die Sachrecherche zu eliminieren. Ebenso muss berücksichtigt werden, dass fremdsprachige Titel durch automatische Verfahren bislang nicht für ein einheitliches deutschsprachiges Stichwortretrieval aufbereitet werden können.46 1.2.5 Effizienz des Sacherschließungsverfahrens Eine zentrale Bedeutung für die Effizienz der Sacherschließung kommt ihrer Methode, also dem Sacherschließungsverfahren, zu. Dieses liegt im Idealfall als umfassend normierendes und stets aktualisiertes Regelwerk vor und kann infolgedessen wie die RSWK zur Erzielung von Synergieeffekten bibliotheks- übergreifend und -kooperativ eingesetzt werden. Seine Erfordernisse und Leistungen bestimmen die vorgenannten Effizienzkriterien maßgeblich. Von ihnen her lässt sich das Erschließungsverfahren als das regelhafte Instrument definieren, dessen Einsatz bei der Dokumentenbearbeitung Ressourcen ver- braucht, dessen intellektuelle Realisationen in Form von Sacherschließungs- daten durch geeignete Rechercheinstrumente zur Nutzung angeboten sowie durch adäquate Rechercheverfahren nachgefragt werden und das den Be- stand als das Medienangebot der Bibliothek sachlich mobilisiert. Mit dieser Bestimmung ist der Rekurs auf die vorgenannten Untersuchungsbereiche der bibliothekarischen Sacherschließung einer Effizienzanalyse des Erschlie- ßungsverfahrens inhärent. Um den spezifischen Beitrag eines Sacherschlie- ßungsverfahrens wie der RSWK für die Effizienz der Sacherschließung zu bestimmen, müssen seine Regeln auf ihren Leistungsanspruch und ihre innere Konsistenz hin befragt werden. Genauerhin sind die methodischen Entschei- dungen und Mittel zur Dokumentenerschließung daraufhin zu untersuchen, inwieweit sie einerseits Aufwand verursachen, begrenzen oder mindern und andererseits den Ertrag oder die Wirkung steigern, indem sie Sacherschlie- levant, also nicht ganz ebenso viele. Ein erstaunliches Ergebnis der Studie ist zu- dem, dass die automatische Indexierung insbesondere zu einer deutlichen Steige- rung der Treffer führte, wenn die Titel bereits mit RSWK-Schlagwortketten versehen waren. Nur 5­10% dieser Treffersteigerung konnte erzielte werden, wenn die auto- matisch indexierten Titel keine Schlagwortketten besaßen, so dass Oberhauser und Labner zu dem Ergebnis kommen: ,,Das Vorhandensein einer verbalen Sacher- schließung hat sich beim Einsatz des automatischen Indexierungsverfahrens als vor- teilhaft erwiesen" (ebd.). Daraus könnte der Schluss gezogen werden, dass sich der Einsatz automatischer Indexierung insbesondere rentiert, um sachlich erschlossene Titel noch besser auffindbar zu machen. Auch über Konsequenzen für die Termiono- logiekontrolle der RSWK-Erschließung in der SWD müsste nachgedacht werden. 46 Vgl. ebd., S. 312 f. BIBLIOTHEKSDIENST 38. Jg. (2004), H. 6 763
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