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Volume Heft 6

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 38.2004 (Rights reserved)

Erschließung THEMEN im Kernbereich der Erschließung erfasste Dokumentinformationen wie etwa die Sachtitelangaben und Signaturen der Formal- oder die Schlagwortketten der Sachkatalogisierung im OPAC nicht recherchiert werden können, so läßt sich dies nur als eine den Ertrag mindernde und damit die Effektivität ein- schränkende Inkongruenz zwischen Katalogisierung und Katalogretrieval be- 19 werten. Für die RSWK-Erschließung müssten die Suchinstrumente also zu- nächst genauer daraufhin befragt werden, ob der Katalogrecherche die zent- ralen verbalen und nichtverbalen sacherschließenden Daten zur Verfügung stehen, also über Schlagwortketten und Einzelschlagwörter hinaus auch die Verweisungsformen und die systematisierenden Daten aus der SWD.20 Als zweites wäre der sacherschließungsspezifische Ertrag der Recherchein- strumente daran zu messen, ob sie integrative Suchmöglichkeiten zur Verfü- gung stellen. Hier fragt es sich einmal, inwieweit und in welcher Form die je- weiligen Daten der Sach- mit denen der Formalerschließung kombiniert wer- den können. Diese integrierte Sach- und Formalrecherche ist in den heutigen OPACs und katalogübergreifenden Suchoberflächen standardmäßig reali- siert,21 allerdings mit teils erheblichen Unterschieden bei den miteinander kombinierbaren Elementen und Suchformen.22 Weiterhin wäre zu untersuchen, 19 Vgl. die in der Frühzeit der Publikationskataloge in Deutschland entstandene Zu- sammenstellung von Rechercheerfordernissen bei Payer, Margarete: Anforderungen an einen OPAC. Vorschlag für einen Mindeststandard. In: BD 25 (1991), S. 1540­ 1546 20 S. hierzu unten den Abschnitt ,,2.2.3. Der Beitrag der Schlagwortnormdatei (SWD) zur Effizienz der RSWK-Erschließung". Bei der klassifikatorischen Erschließung müssten Notationen, Klassenbezeichnungen und Registerbegriffe recherchiert wer- den können. 21 Im Gegensatz zur Internetrecherche profitieren dabei die bibliothekarischen Suchoberflächen von der relativen Homogenität der erfaßten Daten. Ohne dies wäre eine nach Titelkategorien differenzierte internationale bibliothekarische Recherche wie im Karlsruher Virtuellen Katalog (KVK) (http://www.ubka.uni- karlsruhe.de/kvk.html) nicht denkbar. Zu den Problemen einer Suche über verteilte, inhomogenere Datenbestände wie Online-Ressourcen im Internet vgl. Neuroth, Heike: Suche in verteilten "Quality-controlled Subject Gateways". Entwicklung eines Metadatenprofils. In: Bibliothek. Forschung und Praxis. 26 (2002), S. 275­296 22 Zu den Suchformen vgl. nachfolgend den Untersuchungsbereich der ,,Effektivität der Recherche". Die derzeit verwandten deutschen OPACs zeigen hier erhebliche Unterschiede bei ihren Suchoberflächen und bei der Komplexität der Suchmöglich- keiten. Neben der Voreinstellung nur eines Suchfeldes und der Wahlmöglichkeit an- derer Suchkriterien sowie dem Wechsel zu einer kombinatorischen Suche in einem Mehrfeldmenü ­ vgl. z.B. den Gemeinsamen Verbundkatalog (GVK) des GBV (un- ter:http://www.gbv.de/cgi-bin/nph-wwwobnmenu), einen PICA-Katalog, oder den BIBLIOTHEKSDIENST 38. Jg. (2004), H. 6 753
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