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Volume Heft 6

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue38.2004 (Rights reserved)

THEMEN Erschließung teren, umständlicheren und langwierigen Suchen in gedruckten oder elektro- nischen Fachbibliographien bedeutet dies nicht nur eine Reduktion von Kom- plexität, sondern auch einen rechenbaren Zeitgewinn. Natürlich gilt das in Ab- hängigkeit vom Bibliotheksbestand nur bis zu einem bestimmten Grad an spezialisiertem Bedarf. Doch durch die Zusammenführung gleichförmiger bib- liothekarischer Daten in überregionalen und internationalen virtuellen Katalo- gen macht die bibliothekarische Sacherschließung inzwischen auch spezielle Literatur zugänglich, die über das Angebot einzelner Bibliotheken hinausgeht. Kumulativ tendiert sie zum vollständigen, universellen sachbibliographischen Nachweis selbständiger Dokumente. Zusätzlich zur Reduktion von Aufwand treten spezifisch qualitative Benut- zungsaspekte hinzu, die das Interesse an einer effizienten Sacherschließung in Bibliotheken begründen. So besitzt die bibliothekarische Inhaltserschlie- ßung gegenüber der Fachbibliographie eine grundsätzlich höhere Aktualität beim Nachweis neu erschienener Titel7. Außerdem findet das genannte Inte- resse der Bibliothek an der möglichst intensiven Nutzbarkeit der eigenen Be- stände seine Entsprechung bei denjenigen Nutzern, die mit ihrer thematischen Suche den Bibliotheksbestand erschöpfend auswerten möchten. Die Sacher- schließung vermag hier die Sicherheit und das subjektive Zutrauen zu stärken, vorhandene Literaturbestände ausgeschöpft und für den eingesetzten Re- chercheaufwand ein optimales Ergebnis erzielt zu haben. Nicht zuletzt eröff- net sie dann auch die Möglichkeit, Bibliotheksbestände inhaltlich zu bewerten und die Nutzung zusätzlicher Sachinformationsmittel besser einzuschätzen. Durch die Effizienzfrage wird die bibliothekarische Sacherschließung konse- quent nicht als gegebene, sondern als konzipier-, überprüf- und optimierbare Größe verstanden. Demzufolge ist es notwendig, Erschließungskonzepte und -praxis mit den genannten und weiteren, präziser formulierten Anforderungen zu konfrontieren und daraufhin zu untersuchen, ob und inwiefern sie diesen Kriterien entsprechen. In welche Richtung die Untersuchung dabei geht, hängt von der Ausprägung des Effizienzbegriffes im konkreten Anwendungsbereich ab. Im folgenden sollen daher zunächst Aspekte einer effizienten bibliotheka- rischen Sacherschließung allgemeiner skizziert werden. Von hierher wird sich die anschließende Analyse der RSWK präziser bestimmen und einordnen las- sen. 7 Gegenüber dem aktuellen, erscheinungsnahen sachlichen Dokumentenzugriff im OPAC haben nicht nur gedruckte Bibliographien, sondern auch Fachdatenbanken Verzeichnungs- und Erscheinungsverzug. 748 BIBLIOTHEKSDIENST 38. Jg. (2004), H. 6
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