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Volume Heft 6

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 38.2004 (Rights reserved)

THEMEN Erschließung 6 werden müssen , woran denn nun diese Unstimmigkeit liege, wurde darauf ver- zichtet, solche Sätze retrospektiv mit LoC-Daten anzureichern. Zu guterletzt kamen schließlich solche mehrteiligen Werke an die Reihe, die bis jetzt noch nicht hatten versorgt werden können, aber selbst eine Gesamt- ISBN aufweisen. Hier erfolgte das Update gleichermaßen wie bei den einteili- gen Titelaufnahmen. Abschließend sei noch auf eine weitere, unerwartete Besonderheit hingewie- sen: Erwartet worden war, dass in einigen Fällen für eine gelieferte ISBN in der LoC-Datenbank mehr als eine Entsprechung gefunden würde. Dies ist in all jenen Fällen unausweichlich, in denen ein Verlag ein- und dieselbe ISBN für mehr als einen Titel vergeben hat. Für diesen Fall war vorab vereinbart, gleich- falls auf den Import der LoC-Daten zu verzichten. Zwar wäre es weitestge- hend unschädlich, die Sacherschließung der LoC dann zu übernehmen, wenn die beiden Bücher mit derselben ISBN nur 2 verschiedene Auflagen desselben Werkes betreffen, doch konnte dieser Fall maschinell nicht unterschieden werden von dem allerdings erheblichen, wenn mit derselben ISBN 2 Bücher völlig verschiedenen Inhalts erschienen sind. Überraschend war dann jedoch, wie viele solcher uneindeutigen Fälle in der Praxis auftraten. Eine Überprüfung ergab die erstaunliche Tatsache, dass zu der gesuchten ISBN jeweils 2 Sätze im Datenpool LoC des KOBV vorhanden waren, die eindeutig als dublett erkennbar waren. Eine Nachprüfung des Ent- stehung dieser Dubletten wiederum ergab, dass über einen langen Zeitraum die LoC selbst bei der Korrektur eines Titeldatensatzes dessen Identnummer mit einem diesbezüglichen Suffix versehen hatte. Dieses nicht ganz DV- gerechte Vorgehen der amerikanischen Kollegen hatte natürlich zur Folge, dass nun zwei Datensätze mit unterschiedlichen Identnummern vorliegen, die keine Maschine dieser Welt als identisch erkennen kann. Da die große Anzahl dieser Fälle eine intellektuelle Überprüfung ausschloss und maschinell nicht erkennbar war, ob nun die Konstellation ,,zwei verschie- dene Bücher mit gleicher ISBN" oder die der durch Suffigierung der Ident- nummer entstandenen Dublette vorlag, wurde auch in diesen Fällen auf den Import der LoC-Erschließungselemente verzichtet. Wir konnten dennoch ca. 100.000 Titelsätze anreichern, d.h. knapp 50% des lokal vorhandenen Mono- graphienbestands. 6 Ein denkbarer Fall, der in der Praxis wahrscheinlich gar nicht so selten sein dürfte, liegt dann vor, wenn ein Gesamtwerk nach RAK als mehrbändiges Werk katalogi- siert wird, nach AACR aber kein Gesamtwerk angenommen wird, sondern die ein- zelnen Teile jeweils als einbändige Monographie behandelt werden. 744 BIBLIOTHEKSDIENST 38. Jg. (2004), H. 6
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