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Volume Heft 6

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 38.2004 (Rights reserved)

THEMEN Digitale Bibliothek 5.3 Adobe Content Server Der Adobe Content Server stellt die Technologie bereit, um gewöhnliche PDF- Dateien mit einem Digital Rights Management zu versehen. In einem einmali- gen Check-in-Vorgang werden die PDF-Dateien mit einem Generalschlüssel versehen: aus PDF-Dateien werden PDF-eBooks. Wird ein solches eBook zur Ausleihe angefordert, erzeugt die GBLINK-Technologie des Content Servers mit Hilfe eines 128-bit-Schlüssels eine eindeutige URL, über die das eBook heruntergeladen werden kann. Diese URL kann nur einmalig genutzt werden. Wird das eBook innerhalb der Leihfrist nicht zurückgegeben, kommuniziert der Content Server zum Zeitpunkt des Leihfristendes mit dem eBook-Katalog- Server und teilt ihm mit, dass das eBook wieder verfügbar ist, ohne das der Entleiher von seiner Seite aus aktiv werden müsste. Der Benutzer kann das eBook aber auch jederzeit innerhalb der Leihfrist zurückgeben. Die Rückgabe erfolgt bei bestehender Internetverbindung aus dem Adobe Reader heraus. Die Schnittstelle zwischen dem Content-Server und dem eBook-Katalog- Server hat die Universitätsbibliothek in PHP realisiert, während die Authentifi- zierung der Nutzer und die Kommunikation zwischen Authentifizierungsserver und Content-Server von der UB mit Hilfe von C# unter ASP.NET gelöst wurde. 6. Fazit Es ist wohl unbestritten, dass elektronische Bücher in der Zukunft eine ge- wichtige Rolle in der Bibliothek spielen werden. Die Entwicklung lässt sich an den elektronischen Zeitschriften ablesen, die aus den Hochschulbibliotheken inzwischen nicht mehr wegzudenken sind. Es gibt aber eine ganze Reihe von Fragen, die noch nicht beantwortet sind: Welches Format wird sich durchsetzen? HTML, PDF oder ein ganz anderes? Welche Erwerbungs- oder Lizenzierungsmodelle wird es geben? Lizenzierung von eBooks über einen bestimmten Zeitraum oder realer Erwerb von eBooks analog zu den gedruckten Büchern? Werden sich Bibliotheken externer Dienstleister bedienen oder inhouse-Lösungen anstreben? Die Universitätsbibliothek München nimmt für sich nicht in Anspruch, zu all diesen Fragen passende Antworten gefunden zu haben. Sie stellt sich aber diesen Fragen, indem sie mit der Ausleihe von PDF-eBooks als wohl erste eu- ropäische Bibliothek einen möglichen Weg aufzeigt. 732 BIBLIOTHEKSDIENST 38. Jg. (2004), H. 6
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