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Volume Heft 5

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 38.2004 (Rights reserved)

THEMEN Dokumentlieferung liothek feststellen. Da immer weniger Gründe für den Eigenbesitz einer Zeit- schrift sprechen ­ letztendlich bleibt nur noch der Luxus, in einem gedruckten Heft blättern zu können, gegenüber den nicht unerheblichen finanziellen Kos- ten ­, werden diese dezentralen Titel zugunsten der online verfügbaren in zu- nehmendem Maße abbestellt. In den Instituten und Kliniken wurden so seit Einführung der e-Journale kräftige Einsparungen erzielt, während in dem glei- chen Zeitraum der Etat der Bibliothek, die diese eingesparten Titel weiterfüh- ren soll, flach geblieben ist. Bezüglich der Lieferschnelligkeit waren sich alle drei Nutzergruppen einig: Drei Viertel wollten Artikel innerhalb von spätestens drei Tagen erhalten, 30% in- nerhalb eines Tages und 5% sogar in einer Stunde. Beide Lieferzeiten sind nur mit dem Expresslieferdienst subito zu erreichen, da der normale Liefer- dienst JASON für Bestellungen meist eine Woche benötigt; geht die Lieferung über die Deutsche Zentralbibliothek für Medizin in Köln, muss nicht selten noch länger gewartet werden. Diskussion Das Ziel der Zweigbibliothek Medizin Münster ist das Angebot von professio- nellen Dienstleistungen: hochqualitativ, zuverlässig, bedarfsorientiert. Die Fernleihe erfüllte diese Kriterien nie, in der Benutzerzufriedenheit belegte sie stets den letzten Platz. Hatte man einmal den Roten Leihschein abgeschickt, so war man den Fernleihgöttern vollkommen ausgeliefert ­ ob der Artikel in zwei Wochen kam, in zwei Monaten oder überhaupt nicht: Zuverlässigkeit und Berechenbarkeit waren der Fernleihe fremd. Mit Diensten wie JASON änderte sich das Bild nur graduell, die Lieferzeiten verkürzten sich zwar, die Unbere- chenbarkeit und Unbeeinflussbarkeit blieben jedoch. Erst subito hat die Do- kumentlieferung auf ein Niveau gehoben, das dem Anspruch an einen hoch- professionellen Service entspricht. Das Angebot von subito anstelle (und da- mit notwendigerweise kostenfrei) der übrigen Dienste war nur die logische Konsequenz für die Zweigbibliothek Medizin. Subito ermöglicht es im Gegen- satz zur normalen Fernleihe, auch aus schlecht zugänglichen oder de facto fehlenden Jahrgängen zu bestellen. Durch die Umgehung von Institutsbiblio- theken wird eine Menge Lauferei und Zeit eingespart ­ für die medizinischen Kunden das Kriterium für einen guten Service schlechthin. Als die eigentliche Schwachstelle des Systems erwies sich der Nachweis der am Ort vorhandenen Bestände. Da subito die Blockierung lokal vorhandener Zeitschriftenbände nicht kennt, muss vor einer Bestellung der Bestand am Ort überprüft werden. Wie die vielen Kommentare zeigten, ist ein penibel genauer Zeitschriftennachweis vom Nutzer kaum zu leisten. Durch einen eigenen Ge- samtkatalog für alle gedruckten und elektronischen Bestände wurde versucht hier Abhilfe zu schaffen. 664 BIBLIOTHEKSDIENST 38. Jg. (2004), H. 5
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