Path:
Volume Heft 5

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 38.2004 (Rights reserved)

THEMEN Digitale Bibliothek eine ideologische Doktrin, sondern die logische Konsequenz aus dieser be- sonderen Kosten- und Refinanzierungsstruktur sowie dem Wunsch der Auto- ren und Herausgeber nach einer maximalen Beachtung ihrer Werke. Trotz al- ler existenten retardierenden Momente, Widerstände und Barrieren gegen das 7 elektronische Publizieren begünstigen einige Rahmenbedingungen den Um- stieg nachhaltig: Geisteswissenschaftler erhalten für die Erstellung ihrer Bei- träge für Fachzeitschriften oder Sammelwerke selten oder nie ein Honorar, allenfalls können sie mit einem Freiexemplar des Sammelbandes und einigen Sonderdrucke ihres Artikels rechnen.8 Open Access und elektronisches Publi- zieren kommen daher den an wissenschaftlicher Aufmerksamkeit interessier- ten Autoren entgegen, da die freie Verfügbarkeit womöglich größere Beach- tung verspricht und Artikel beschleunigt sowie unter Optimierung der persön- lichen Kosten veröffentlicht werden.9 Neue Produkte: ,,Historische Literatur" und ,,Zeithistorische Forschungen" Im Folgenden werden inhaltliche und technische Überlegungen zum elektroni- schen Publizieren innerhalb der Geschichtswissenschaften anhand der Konzep- tion und Herausgabe zweier Hybridzeitschriften, die parallel gedruckt und elekt- ronisch erscheinen, durch Projektpartner von Clio-online erläutert: ,,Historische Literatur. Rezensionszeitschrift von H-Soz-u-Kult" (Heft 1: Juni 2003; zusammen den jeweiligen Autorinnen und Autoren Kontrolle über ihre Arbeit zu belassen und deren Recht zu sichern, dass ihre Arbeit angemessen anerkannt und zitiert wird." http://www.qualitative-research.net/fqs/boaifaq.htm#openaccess (Aug. 2002). Vgl. dazu auch: Klaus Graf: Wissenschaftliches E-Publizieren mit ,Open Access` ­ Initia- tiven und Widerstände, in: zeitenblicke 2 (2003), Nr. 2 [22.10.2003], URL: . 7 Von Geistes- und Kulturwissenschaftlern immer wieder angeführte Aspekte sind: Schmuddelimage des Internets, fehlende Informationen über die Möglichkeiten elektronischen Publizierens, Karrierehindernis, weil E-Publikationen ein unterdurch- schnittliches Renommee haben, ungesicherte Dauerhaftigkeit, Plagiatsproblematik, rechtliche Restriktionen, qualitative Defizite und langfristige Lese- und Arbeits- gewohnheiten. 8 Der Anteil reiner Online-Zeitschriften, die meist kostenfrei zugänglich sind, lag ge- mäß Auswertung der EZB-Einträge im Jahr 2003 in den Geisteswissenschaften (knapp 30%) denn auch deutlich höher als in den STM-Fächern (8%), siehe Alice Keller: Elektronische Zeitschriften: Entwicklungen in den verschiedenen Wissen- schaftszweigen, in: zeitenblicke 2 (2003), Nr. 2 [22.10.2003], URL: . 9 Die weiteren Vorzüge elektronischer Publikationen sind evident: schneller Zugriff vom Schreibtisch aus ohne Medienbruch, leichtere Verfügbarkeit und Speichermöglichkeit, gezielte Suchmöglichkeiten, multimediale Optionen und Mehrwertdienste. 640 BIBLIOTHEKSDIENST 38. Jg. (2004), H. 5
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.