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Volume Heft 4

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 38.2004 (Rights reserved)

Digitale Bibliothek THEMEN Anfangs war geplant, die bibliographischen Daten innerhalb des BOA-Sys- tems im Dublin-Core-Format zu halten, doch wurde diese Idee wieder verwor- fen. Stattdessen liegen sie nun auch intern in der MAB-Struktur vor. Als mög- liches Ausgabeformat soll Dublin Core natürlich trotzdem unterstützt werden. Gemäß dem Verbundstandard werden die erfassten Objekte nach RSWK verschlagwortet, wobei auch die Schlagwortketten aus dem SWB nach BOA übernommen werden. Zusätzlich werden DDC-Sachgruppen Der Deutschen Bibliothek sowie Notationen der Landesbibliographie von Baden-Württemberg vergeben (derzeit im BOA-System selbst, künftig evtl. im Verbund), die ein thematisches Browsing ermöglichen. Bei Bedarf können weitere Systematiken (z. B. die Regensburger Verbundklassifikation) integriert werden. Die biblio- graphische Beschreibung wird im BOA-System durch verschiedene Verwal- tungsdaten ergänzt: Hierunter fällt etwa die Angabe eines Termins, an dem eine einmal erfasste Website erneut abgespeichert werden soll. Das regelmä- ßige Einsammeln solcher Objekte soll künftig weitgehend automatisiert erfol- gen. Ebenfalls integriert ist eine Art ,elektronischer Laufzettel` mit bestimmten Ge- schäftsgangsinformationen. Besonders wichtig ist dabei das Vorliegen der Genehmigung des Anbieters einer Ressource, ohne die die Speicherung in BOA bei der geltenden Rechtslage nicht zulässig ist. Das Einholen dieser Ge- nehmigung stellt natürlich einen Zusatzaufwand dar. Umso mehr ist zu hoffen, dass die Pflichtexemplargesetze der Länder möglichst bald auch Regelungen für Netzpublikationen beinhalten werden. Ein entsprechender Musterentwurf wurde 2003 von der AG Regionalbibliotheken bei der Kultusministerkonferenz eingebracht. Abspeichern von Online-Publikationen Das Abspeichern der Netzpublikation selbst geschieht auf Knopfdruck: Es muss nur die zugehörige URL in ein Feld eingetragen werden, um die Objekte auf den Archivserver im BSZ zu übertragen. Neben PDF-Dokumenten können auch HTML-Objekte archiviert werden. Dabei handelt es sich entweder um komplette Websites oder um Teile davon, welche wiederum eingebettete Ob- jekte in anderen Formaten (z. B. Graphiken) enthalten können. Im rheinland-pfälzischen eDOWEB-Projekt werden Objekte im HTML-Format in einem getrennten System zur Verfügung gestellt und in der Regel weniger tief erschlossen als solche im PDF-Format. BOA macht diesen Unterschied nicht: Zwar wirken PDF-Ressourcen auf den ersten Blick oft solider und ,hab- hafter`, weil sie den aus der Print-Welt bekannten Publikationstypen am ehes- ten entsprechen. Doch auch im HTML-Format kommen eindeutige Publi- BIBLIOTHEKSDIENST 38. Jg. (2004), H. 4 475
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