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Volume Heft 3

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 38.2004 (Rights reserved)

Informationsvermittlung THEMEN gebote in Vorlesungen, Übungen oder Seminare nach wie vor als Desiderat. Die engere Verbindung zu Vertretern der Hochschulen ist aber umso wichti- ger, je weiter die Akkreditierung neuer Bachelor- und Masterstudiengänge vo- ranschreitet. Wenn sich die Bibliotheken in die Ausgestaltung und Umsetzung der neuen Studienordnungen einbringen und damit ihr Dienstleistungsspekt- rum um ein wichtiges Feld langfristig erweitern und sichern wollen, müssen sie von Hochschulleitungen und Fachvertretern als kompetente Partner für den Bereich Informationskompetenz wahrgenommen werden. Zu diesem Zweck besteht sicherlich auch Handlungsbedarf angesichts der Organisationsmodelle der Bibliotheken. Die Diskussion im Plenum zeigte, dass der Aufgabenbereich Informationskompetenz bis dato ­ mit wenigen Ausnahmen ­ in den Organigrammen der Bibliotheken nicht berücksichtigt wird. Wenn Informationskompetenz als zentraler Schlüssel für den Umgang mit Information und damit als grundlegende Voraussetzung für ein erfolgrei- ches Studium anerkannt werden soll, sollte sich dies auch in der Organisation der Bibliotheken manifestieren. Die Aufgabe ,,Vermittlung von Informations- kompetenz" sollte deshalb genau wie die schon traditionellen Bereiche Kata- logisierung oder Erwerbung als grundsätzlicher Auftrag der Bibliotheken ver- standen und in den jeweiligen Organisationsmodellen verankert werden. Erarbeitung eines Gesamtkonzeptes zur Vermittlung von Informationskompetenz Erstrebenswert ist die Formulierung eines Gesamtkonzepts für die Vermittlung von Informationskompetenz, das im Idealfall nicht nur von der Bibliothek, sondern von der Hochschulleitung verabschiedet wird und die Grundlage für die Zusammenarbeit in der Lehre bildet. Basierend auf den Erfahrungen eini- ger Bibliotheken, insbesondere der ULB Düsseldorf, hat eine Arbeitsgruppe zusammengestellt, was bei der Erarbeitung eines solchen Konzeptes zu be- achten ist. Sowohl hausintern als auch für die Hochschule, die in einem späteren Schritt angesprochen werden muss, gilt es nach der Definition der Begrifflichkeiten zunächst abzuklären, warum die Vermittlung von Informationskompetenzen eine Aufgabe für Bibliothek ist und welchen Nutzen die jeweilige Hochschule aus dieser neuen Dienstleistung beziehen kann. Die Bibliotheksleitung gibt den grundsätzlichen Rahmen vor: Soll das Konzept durch curriculare Verankerung allen Studierenden aller Fakultäten einen ver- gleichbaren Service bieten und werden dadurch große Studierendenzahlen zu bewältigen sein, oder will sich die Bibliothek mit ihrem Angebot bewusst se- lektiv an freiwillige, besonders motivierte Studierende wenden? Sollen neben den Studierenden weitere mögliche Zielgruppen im Konzept Berücksichtigung BIBLIOTHEKSDIENST 38. Jg. (2004), H. 3 361
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