Path:
Volume Heft 3

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 38.2004 (Rights reserved)

THEMEN Digitale Bibliothek dieser Entwicklung wird es immer schwieriger, gezielt die Informationen zu finden, die benötigt werden. Werkzeuge wie Suchmaschinen sind hilfreich, um eine erste Orientierung in diesem ,,Informationsdschungel" zu gewährleisten, sie sind jedoch nur einge- schränkt in der Lage, die Qualität oder die Vollständigkeit des Informationsan- gebotes zu beurteilen. Hierzu ist Fachwissen und die redaktionelle Aufarbei- tung sowie Koordinierung des Angebotes notwendig, insbesondere wenn thematisch vertiefende und möglichst umfassende Informationen angeboten werden sollen. Portale, besonders Fachportale, stellen sich dem Problem der Informations- bündelung und des Wissenstransfers, dabei ist die Definition dessen, was ein Portal ist, durchaus nicht eindeutig geklärt. Allgemein lässt sich sagen: · Es gibt horizontale Portale, die inhaltlich allgemein gefasst sind (http://my.netscape.com/). · Es gibt vertikale Portale, die auf bestimmte Themen oder Zielgruppen fo- kussieren (http://www.kalliope-portal.de ). · Ein Portal dient als Einstiegspunkt für den vereinfachten Zugang zu einer großen Menge an Informationen und Angeboten. · Ein Portal verwendet Informationsquellen und Suchwerkzeuge, die der Er- schließung des Inhaltes, unter Berücksichtigung des Informationsstandes der Benutzer (Suchwerkzeuge und/ oder Benutzerführung) dienen. · Ein Portal bietet oftmals auch einen redaktionell aufgearbeiteten Inhalt zu bestimmten Themengebieten aus eigenen oder fremden Quellen. · Ein Portal verfügt häufig über die Möglichkeit der Personalisierung, diese dient der Anpassung des Informationsangebotes an die persönlichen Inte- ressen und Präferenzen des Nutzers und der Kommunikation der Portal- betreiber mit dem Benutzer. Dieser Definition folgend, ist Kalliope auf dem Weg, sich zu einem Fachportal für den Nachweis von Autographen und Nachlässen in Deutschland zu entwickeln. Mit mittlerweile 580.900 Autographen, 1.530 Nachlässen und 255.000 Perso- 3 nendaten aus 1.000 Institutionen aus den kulturbewahrenden Bereichen Archiv, Bibliothek und Museum ermöglicht der eigene Datenbestand des Kalliopever- bundes den wichtigsten zusammenhängenden Einblick zum Umfang und den Standorten von Autographen und Nachlässen in Deutschland. Ein wichtiger Schritt hierfür ist die 2003 erfolgte Bewilligung eines Folgeantrages zur abschlie- ßenden Retrokonversion der restlichen Karten des Zettelkataloges durch die DFG. Mit dieser Förderung wird die Konversion der ZKA sowie die Konversion verschiedener kleinerer Kataloge aus Bibliotheken und Archiven in Deutschland, die noch nicht gemeldet worden waren, abgeschlossen. 3 Stand 01.01.2004 344 BIBLIOTHEKSDIENST 38. Jg. (2004), H. 3
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.