Path:
Volume Heft 3

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue38.2004 (Rights reserved)

THEMEN Digitale Bibliothek Kalliope-Portal: Fachportal für Autographen und Nachlässe Frank von Hagel Kalliope / Zentralkartei der Autographen: Kalliope ist der deutsche Verbund zur Katalogisierung von Nachlässen und Autographen. Grundlage der seit Ende des Jahres 2001 im Internet frei zu- gänglichen Datenbank ist die Zentralkartei der Autographen (ZKA). Die ZKA hält in Form eines Zettelkataloges über 1,2 Millionen Handschriften und Nach- lässe, ihre Standorte und beschreibende Informationen für den Benutzer be- reit. Der Aufbau dieses Zettelkataloges begann 1966 und wurde mit der Un- terstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Staatsbib- liothek zu Berlin (SBB) bis Mitte der 90er Jahre in Zettelform betrieben. Die Staatsbibliothek zu Berlin ist auch der Standort der Zettelkataloge und der Datenbank. Das Besondere an der ZKA ist, dass die Nachweise materialbezogen sind und somit von Anfang an einen Großteil der deutschen Bibliotheken, viele Archive und Museen sowie Autographenbeschreibungen berücksichtigen. Hinzu kom- men Nachweise zu Nachlässen aus deutschen Auktionskatalogen vor 1950. Kalliope II Der Ansatz, die Informationen zu Autographen und Nachlässen aus den drei kulturbewahrenden Sparten zu bündeln, wird mit dem ebenfalls durch die DFG geförderten Projekt Kalliope II seit Mai 2003 weiter ausgebaut. Ein As- pekt dieses Projektes ist die Vergrößerung der Datenbasis. Hierzu war es notwendig, nicht nur eine technische Lösung zu finden, sondern vielmehr auch die Zusammenarbeit von Bibliotheken mit Archiven und Museen bei Fra- gen der formalen und inhaltlichen Erschließung, besonders für den Nachweis von Nachlässen (collection level description) zu vertiefen. Hierzu und für die veränderten Anforderungen bei der EDV-basierten Nach- lasserschließung ist eine Überarbeitung der ,,Regeln zur Erschließung von Nachlässen und Autographen, Berlin 1997 (RNA)" notwendig. Die RNA wer- den von der Staatsbibliothek zu Berlin und der Österreichischen Nationalbib- liothek Wien redaktionell betreut und erläutern, welche Gesichtspunkte bei einer rationellen, praxisorientierten Erschließung von Nachlässen und der Ka- talogisierung von Autographen zu beachten sind, wobei die letzte Entschei- dung über die Erschließungstiefe eines Bestandes der jeweiligen Institution und ihren Bedürfnissen bzw. ihrem Auftrag (Forschungsprojekt) überlassen werden muss. 340 BIBLIOTHEKSDIENST 38. Jg. (2004), H. 3
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.