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Volume Heft 3

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue38.2004 (Rights reserved)

THEMEN Altes Buch stand. Die Forschungsergebnisse sollen am Ende in einer Kollektiv-Bio- bibliographie vorgelegt werden, welche die wichtigsten Lebensdaten der ein- zelnen Dozenten, eine Liste ihrer gedruckten sowie ungedruckten Schriften mit eventuelle Hinweisen auf einschlägige Literatur enthalten und als Basis für weitere Forschungen dienen soll. 4.6 Abschlussdiskussion In der Abschlussdiskussion wurden die eingangs angeführten Problemkom- plexe, die Definition von Judaica bzw. Hebraica, die Transliteration des Heb- räischen und die Form der Vernetzung der einzelnen Projekte bzw. der Judai- ca- und Hebraica-Kataloge noch einmal aufgenommen. In der Definitionsfrage wurden mit großer Übereinstimmung die Vorschläge zur Differenzierung zwi- schen Hebraica und Judaica angenommen, die Frau Silke Schaeper und Herr Schreiner formulierten. Sie wurde im Abschnitt 3 dieses Beitrags bereits aus- führlich dargelegt. In der Frage der Transliteration des Hebräischen konnte zwar keine Einhelligkeit, wohl aber ein Konsens hergestellt werden. Der über- wiegende Teil der Workshop-Teilnehmer befürwortete eine Anpassung der deutschen Transliterationspraxis an die anglo-amerikanische Konvention. Frau Dr. Heuberger hat diese Befürwortung bereits praktisch umgesetzt und weitergetrieben. Unter ihrer Federführung als Fachreferentin wurde im Rah- men des Normenausschuss Bibliotheks- und Dokumentationswesen (NABD) des Deutschen Instituts für Normung mittlerweile mit der Überarbeitung der DIN 31636 ,,Umschrift des hebräischen Alphabets" begonnen. Zuletzt stand das eigentliche Ziele des Workshops und das wohl größte und auch aufwendigste Vorhaben zur Diskussion: die Idee einer Virtuellen Fach- bibliothek ,,Judaica und Hebraica", d. h. eines gemeinsamen Portals, in dem bereits elektronisch erfasste Bestände virtuell zusammengeführt werden, und, damit verbunden, die Idee der bundesweiten Zusammenarbeit bei der fortge- setzten Hebraica-Erschließung und deren Vernetzung mit dem Ziel der Er- stellung des Portals. Judaica-Erschließung im Rahmen der Altbestand-Retro- konversion wie bei der Titelneuaufnahme kann von qualifizierten Bibliothe- karen ohne judaistische Fach- und hebräische Sprachkenntnisse vorge- nommen werden. Hierbei wäre allerdings eine Koordination und Vernetzung bei der Vergabe von Schlagworten wünschenswert. Schwieriger ist im allge- meinen die Hebraica-Erschließung, weil in zahlreichen Bibliotheken das Fach- personal dafür fehlt. Deshalb wurde die Schaffung einer Koordinationsstelle und deren Besetzung mit einer wissenschaftlich qualifizierten Bibliothekskraft vorgeschlagen. Koordinationszentrum sollte als Sondersammelgebiet ,,Wis- senschaft vom Judentum und Israel" die Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main sein. Die Koordination der Virtuellen Fachbibliothek ,,Hebraica und Judaica" sollte mit einem Erschließungsprojekt verknüpft und in den Händen einer projekterfahrenen Fachkraft liegen. 318 BIBLIOTHEKSDIENST 38. Jg. (2004), H. 3
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