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Volume Heft 1

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 38.2004 (Rights reserved)

Altes Buch THEMEN · Schließlich gibt es noch drei handschriftliche Briefe des Antwerpener Bischofs Laevinus T. Torrentius (1525­1595), die seinem 1608 in Ant- werpen gedruckten Horazkommentar (R 70/79) beigefügt waren, wie der Besitzer Gerard Nicolaas Heerkens, ein Niederländischer Arzt und Dichter (1726­1801), in einem längeren handschriftlichen Eintrag auf der Schluss- seite vermerkt. Auf dem Titelblatt hat Heerkens seinen Besitzvermerk mit dem Jahr 1762 eingetragen. Diese Briefe sind bisher noch nicht erfasst. Zur Kompensation des fehlenden Handschriftenbestands wurde von Anfang an großer Wert auf die Erwerbung von faksimilierten Codices gelegt, um einen repräsentativen Überblick über die Buchmalerei bieten zu können. Etwa 150 solcher Prachtwerke wurden im Laufe der Zeit erworben. Die Spannweite reicht vom ,,Vergilius Vaticanus" (R 81/29) und der ,,Wiener Genesis" (R 56/445) über das ,,Book of Kells" (R 55/240), den ,,Codex Aureus Epternacensis" (R 55/156) oder das Falkenbuch Kaiser Friedrichs II. ,,De arte venandi cum avibus" (R 69/139 ) bis zur ,,Goldene(n) Bulle" (R 55/86), den ,,Petites Heures du Duc de Berry" (R 89/167) oder dem ,, Gebetbuch Karls V." (R 86/56). Doch nicht nur mittelalterliche Faksimiles wurden gekauft, sondern auch neuzeitliche, insbesondere die Werke von Künstlern. An erster Stelle ist hier Leonardo da Vinci zu nennen, von dem wir 18 Ausgaben im Rara- Bestand besitzen. Aber auch das sogenannte Leningrader Studienbuch ,,Schmetterlinge, Käfer und andere Insekten" von Maria Sibylla Merian (R 56/952) kann in diesem Zusammenhang angeführt werden. Zur Abrundung der regionalen Schwerpunkte wurden insbesondere auch die Faksimiles der Reichenauer Buchmalerei erworben. Eine unserer jüngsten Faksimile- Erwerbungen bildet einen besonderen Glanzpunkt: es handelt sich um die Barberini-Exultetrolle, als Belser Faksimile Edition nach dem gegen Ende des 11. Jahrhunderts in der Abtei von Montecassino entstandenen Original aus der Biblioteca Apostolica Vaticana (R 55/313). Zu den Faksimiles gibt es einen von der damaligen Referendarin Brigitte Schürmann erstellten Katalog aus dem Jahre 1988, der die damals 145 Faksimile systematisch geordnet auflistet. Leider existiert er nur als ungedrucktes Manuskript. BIBLIOTHEKSDIENST 38. Jg. (2004), H. 1 33
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