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Volume Heft 2

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 38.2004 (Rights reserved)

Erwerbung THEMEN Ein grundlegender Wandel zeichnet sich bei der Konsortialpolitik ab: Zwar be- tonen die meisten Verlage, dass sie insbesondere in Deutschland, Österreich und der Schweiz noch eine Zukunft für Konsortien sehen, fügen jedoch ein- schränkend hinzu, dass dafür deutlich veränderte Rahmenbedingungen ge- schaffen werden müssen. Die bisher dominierenden Modelle dienten in erster Linie der Markteinführung und enthielten deswegen im Rahmen von pauschal bezogenen Verlagspaketen ,,Cross Access" meist ohne Aufpreis, wobei die Nutzung der Titel außerhalb der ,,core-titles" in einigen Fällen sehr hoch war (bis zu 50% Mehrnutzung). Nunmehr wird aber auch auf Kundenseite der Wunsch nach Flexibilisierung immer lauter. Je weiter man sich vom Gesamt- paket entfernt und der Einzeltitelauswahl oder gar bilateralen Verträgen nähert und je differenzierter dadurch die Preismodelle werden, umso höher wird auch der Kostenanstieg ausfallen. Dabei wollen die Verlage für die Preismodelle möglichst weiterhin an der Grundlizenz auf der Basis der abonnierten Print- zeitschriften festhalten und lediglich für eine darüber hinaus von den Konsor- ten vereinbarte Titelmenge, die nur elektronisch bezogen wird, FTE-abhängige Preise berechnen. Damit bleiben Abbestellungen im Printbereich weiterhin unmöglich. Archivierung Die großen Zeitschriftenverlage sehen sich im Hinblick auf die Langzeitarchi- vierung der elektronischen Zeitschriften ihren Abonnenten gegenüber insofern in der Pflicht, als sie den Zugriff auf einmal bezahlte Inhalte garantieren möch- ten. Deswegen bemühen sie sich darum, die Zeitschriften auf eigenen Servern zu archivieren und möglichst auch Backfiles von bereits länger laufenden Zeitschriften online zur Verfügung zu stellen. Problematisch gestaltet sich die Langzeitarchivierung bei Verlagswechseln der ­ meist gesellschaftsabhängi- gen ­ Zeitschriften; hier versuchen die Verlage, auch den Zugriff auf die zu- rückliegenden Jahrgänge sicherzustellen. Einige Verlage beteiligen sich be- reits an der freiwilligen Ablieferung von elektronischen Publikationen an die DDB, wobei deren Nutzung ausschließlich lokal über die DDB möglich ist. Nutzungsstatistiken Alle großen Verlage erklärten ihre Bereitschaft, sich dem ,,Code of Practice" des Projekts Counter (Counting Online Usage of Networked Electronic Re- sources), welcher eine verbindliche Richtlinie für die Erfassung und Präsenta- tion von Nutzungsstatistiken elektronischer Medien anstrebt, anzuschließen; einige der Verlage gehören zu den Gründungsmitgliedern dieser Initiative. BIBLIOTHEKSDIENST 38. Jg. (2004), H. 2 217
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