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Volume Heft 2

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 38.2004 (Rights reserved)

Bibliotheken THEMEN 50 Jahre Bibliotheks- und Informationstätigkeit an der Fakultät Bauingenieurwesen der Bauhaus-Universität Weimar1 Rolf Mäurer Im Studienjahr 1953/54 wurde die Hochschule für Architektur Weimar um zwei Fakultäten erweitert, die Fakultät für Bauingenieurwesen und die Fakultät für Baustoffkunde und Baustofftechnologie. Sie bekam den Namen ,,Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar", erhielt am 7. Februar 1954 die Rekto- ratsverfassung und wurde damit den Universitäten und Technischen Hoch- schulen gleichgestellt. Mit dem Aufbau der Lehrstühle der Fakultät Bauingenieurwesen seit 1953 entstanden an diesen kleine Lehrstuhlbibliotheken, die von Mitarbeitern des jeweiligen Lehrstuhls verwaltet wurden. Die Bücher und Zeitschriften wurden durch die Hochschulbibliothek beschafft und als Dauerleihgabe an die Lehr- stühle übergeben. Die Informationsversorgung lag auch in der Verantwortung der Lehrstühle. Es wurden hierfür die Dokumentationsdienste in Form von Karteikarten (bibliographische Angaben, Systematik oder Klassifikation, z. T. Schlagwörter und Kurzreferat insbesondere für Zeitschriftenartikel) der Zentra- len Leitstellen für Information und Dokumentation der DDR, der Dokumentati- onsstelle für Bautechnik Stuttgart (Schrifttumskartei Bautechnik, Schrifttums- kartei Beton), der DEGEBO (Deutsche Forschungsgesellschaft für Bodenme- chanik) u. a. genutzt. Eigene Dokumentationsdateien z. T. auf Kerblochkarten wurden am Lehrstuhl Wasserbau und Wasserwirtschaft (Staudammkartei, Fertigteilarchiv) sowie am Institut für Stahlbeton- und Spannbeton (alphabeti- sche und Schlagwortkartei) u. a. Lehrstühlen erstellt. In den fünfziger Jahren war die Literaturversorgung auch mit westlicher Litera- tur noch relativ einfach. Die Fachliteratur konnte in Buchhandlungen und bei Verlagen bestellt werden. Die Standardzeitschriften wie Bauingenieur, Bau- technik, Stahlbau, Wasserwirtschaft u. a. waren außer in der Hochschulbiblio- thek auch an mehreren Lehrstühlen vorhanden. Auch der private Kauf von Fachbüchern und Fachzeitschriften war möglich. Später wurde dies kontinu- ierlich eingeschränkt. So wurden Privatabonnements von Fachzeitschriften vom Postzeitungsvertrieb einfach gekündigt. Die Valutamittel der Bibliotheken wurden nach Ländergruppen kontingentiert. 1 Überarbeitete Fassung des gleichnamigen Beitrages anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Fakultät Bauingenieurwesen. In: Thesis. Wissenschaftliche Zeitschrift der Bauhaus-Universität Weimar 2004. BIBLIOTHEKSDIENST 38. Jg. (2004), H. 2 205
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