Path:
Volume Heft 2

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue38.2004 (Rights reserved)

Beruf THEMEN dahin vorhandene Übergewicht der geisteswissenschaftlichen Fächer kritisier- te und deshalb als Eingangsvoraussetzung ,,nur" noch ein mit einer anerkann- ten Prüfung abgeschlossenes Hochschulstudium empfahl. Dieser Regelung schlossen sich dann nach und nach in ihren einschlägigen Bestimmungen alle Länder bis auf Bayern an. 1967 wurde dann die theoretische Ausbildung auch an der Bibliotheksschule in Frankfurt aufgenommen, so dass seit dieser Zeit in Köln und Frankfurt a.M. die Ausbildung im Prinzip für alle Länder betrieben wurde, in München hingegen nur für Bayern. Eine zusätzliche Komponente wurde mit dem ,,Höheren Dienst an öffentlichen Büchereien" 1972 eingeführt. In der DDR war mit dem entsprechenden Studiengang an der Humboldt- Universität ein anderer Weg eingeschlagen worden, der dann mit der Wiedervereinigung eine gesamtdeutsche ,,Reanimation" erfuhr. 1955 wurde an der Humboldt Universität der Lehrstuhl für Bibliothekswissenschaft und wissenschaftliche Information eingerichtet und damit dort die theoretische Ausbildung der wissenschaftlichen Bibliothekare der DDR zentralisiert. Voraussetzung für die Zulassung zu einer ,,zweijährigen Pflichtassistenz" (Praktikum) war ein mit Staatsexamen abgeschlossenes Studium der Bibliothekswissenschaft in Kombination mit einem beliebigen anderen Hochschulfach. Die Phase der zweijährigen Pflichtassistenz wurde mit einer Hausarbeit und einer Prüfung abgeschlossen, die die Berechtigung ein- schloss, den Titel ,,wissenschaftlicher Bibliothekar" zu führen. Dieses Prinzip wurde in den 70er Jahren durch die Einführung eines zweijährigen Fernstudiums ergänzt, was ebenfalls an der Humboldt-Universität absolviert werden konnte. Die Entscheidung des Landes Nordrhein-Westfalen, die Ausbildung im Rahmen eines Vorbereitungsdienstes für den Höheren Dienst an wissen- schaftlichen Bibliotheken mit dem Jahr 2000 aufzugeben, war Anlass für all jene Länder, die sich bisher der Kapazität der FH Köln für den theoretischen Teil der Ausbildung bedienten, in neue Überlegungen einzutreten, da der von NRW angebotene dreisemestrige Zusatzstudiengang bundesweit nicht mehr die Voraussetzungen im Sinne einer Laufbahnbefähigung für Beamte mit beinhaltet. BIBLIOTHEKSDIENST 38. Jg. (2004), H. 2 185
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.