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Volume Heft 12

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue38.2004 (Rights reserved)

NEUERSCHEINUNGEN übertragbaren Bereichen herangezogen werden. Ein Charakteristikum unserer Staatsform, der Föderalismus, der ja den Ländern die Verantwortung für Kultur und Bildung, somit auch weithin für die Bibliotheken zuweist, spiegelt sich wider in Empfehlungen der Kultusministerkonferenz. Darüber hinaus sind auch Dokumente aufgenommen, die ohne verbindlichen Charakter im Sinne eines formellen Gesetzes als Weichenstellung für bibliothekspolitische Planung gelten können – so etwa ein Memorandum der Deutschen Forschungsgemeinschaft oder freiwillige Verpflichtungserklärungen der Bibliotheksverbände zu urheberrechtlichen Fragen. Auf dem Gebiet der Verwaltung, besonders des Haushalts- und Finanzrechts, hat Bundesrecht eine eher untergeordnete Bedeutung, hier dominiert Landesrecht. Daher wurde in der vorliegenden Ausgabe dieses Kapitel III konsequent und exemplarisch an Regelungen eines Bundeslandes, des Freistaats Bayern, aufgezeigt (abgesehen von wenigen bundesrechtlichen Rahmenvorschriften). Die Regelungen in den anderen Bundesländern weichen nur in Details, aber nicht grundsätzlich davon ab. ... Unsere Sammlung bietet eine Auswahl, sie will eher in die Breite als in die Tiefe gehen, das heißt: anstelle einer möglichst vollständigen Dokumentation detaillierter und landesspezifischer bibliotheksrechtlicher Regelungen im engeren Sinn werden Quellen in relevanten Textauszügen aus möglichst vielfältigen Bereichen wiedergegeben, die für die Bibliotheksarbeit von Bedeutung sind. ... Mit den „Rechtsvorschriften“ begann die Rechtskommission – in wechselnder Trägerschaft und teilweise wechselnder personeller Zusammensetzung – ihre Auseinandersetzung mit den rechtlichen Aspekten der Bibliotheksarbeit in Buchform. Nach Auflösung des Deutschen Bibliotheksinstituts ist es glücklicherweise gelungen, beides zu retten: Die Kommission trat über in die Trägerschaft des Deutschen Bibliotheksverbandes, der ihr damit die Basis für die kontinuierliche Weiterarbeit schuf, und die Publikationen wurden vom Verlag Harrassowitz übernommen und in eine Buchreihe „Bibliotheksrecht“ überführt. Diese Reihe startete im Jahr 2002 mit der „Gutachtensammlung zum Bibliotheksrecht“, wurde im Jahr darauf fortgesetzt mit der „Entscheidungssammlung zum Bibliotheksrecht“ und erhält nun den dritten Band mit den „Rechtsvorschriften“. Das gesamte Projekt ist damit jedoch nicht abgeschlossen, denn es sieht noch einen vierten Band vor: ein „Lehrbuch zum Bibliotheksrecht“. Dieser Band ist bereits im Detail konzipiert, die einzelnen Kapitel sind an Autoren vergeben, selbst der Zeitplan steht, jedenfalls im Prinzip. Jetzt muss das Lehrbuch also „nur“ noch geschrieben werden. ... 1672 BIBLIOTHEKSDIENST 38. Jg. (2004), H. 12
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