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Volume Heft 12

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue38.2004 (Rights reserved)

NOTIZEN Um die Computer hier weiterzuentwickeln, werden die Begriffe und Zusammenhänge, in denen der Mensch über einen bestimmten Problembereich nachdenkt und redet, von den Informatikforschern formal modelliert und so aufbereitet, dass Korrelationen für die Maschine erkennbar werden. Aus der praktischen Anwendung des Modells entstehen Begriffs- und Ordnungsbestimmungen, so genannte Ontologien. Ontologien sind die Grundlage für das semantische Web. Sie werden so angelegt, dass sie kontinuierlich, zum Teil automatisch, mit dem angewandten Sprachschatz des Fachgebietes aktualisiert und weiter ausgebaut werden können. Die EU-Forschungsprojekte und Netzwerke beschäftigen sich jeweils mit unterschiedlichen technologischen Teilaspekten des Semantic Web. Firmen und Forschungsinstitute aus Karlsruhe arbeiten an folgenden Forschungsvorhaben mit: • SEKT (Semantically Enabled Knowledge Technologies) Projektkoordination: British Telecom; Technische Koordination: Institut AIFB, Universität Karlsruhe SEKT untersucht die Zusammenführung bekannter Technologien wie etwa Dokumentenmanagement, Contentmanagement und Wissensmanagement. Sprachverarbeitung und maschinelles Lernen werden mit Ontologien verbunden. Ferner wird ein durchgängiger Anwendungs-Entwicklungsprozess entworfen sowie eine Benutzungsoberfläche für den Umgang mit dem intelligenten Web. • aceMedia (Integrating Knowledge, Semantics and Content for Usercentred Intelligent Media Services) Projektkoordination: Motorola Ltd. aceMedia ist der Entwicklung eines Multimedia-Content-ManagementSystems gewidmet, das semantischen Zugriff auf multimediale Inhalte ermöglicht. Ein Hauptziel der Forschungsarbeiten ist die Gewinnung von Wissen, das in Medieninhalten (Texten, Bildern, Grafiken, Audio, Video) über die primäre Aussage des Dokumentes hinaus inhärent vorhanden ist. Gearbeitet wird an der Beschreibung dieses Wissens auf allen Computerund Netzebenen, an der Erweiterung und Vereinfachung der Funktionalitäten zur Einbringung von Inhalten in die Systeme sowie an Funktionalitäten zur Übertragung, Suche, zum Zugriff und für die Wiederverwendung. • DIP (Data, Information, and Process Integration with Semantic Web Technologies) Projektkoordination: National University of Ireland Galway, DERI Institut Das Hauptziel von DIP ist die Weiterentwicklung der Semantic Web Technologien sowie der Web Service-Technologien mit dem Ziel, beides zu kombinieren. Die integrierte Technologie soll die Infrastruktur für die elektronische Geschäftsabwicklung (eCommerce) der Zukunft sowie die künftige Arbeit übers Netz (eWork) bilden. BIBLIOTHEKSDIENST 38. Jg. (2004), H. 12 1649
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